Unter anderem bei den im Straßenbau verwendeten Materialien, aber auch beim Diesel-Kraftstoff sind die Preise zuletzt gestiegen. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Die Durchfahrt durch den Müllheimer Teilort Vögisheim wird erneuert. Deshalb wird die Straße voraussichtlich ab 1. Juli gesperrt. Die Bauarbeiten werden teurer als gedacht.

Vermutlich vom 1. Juni an wird die Durchfahrt aus Richtung Kandern und Eggenertal nach Müllheim durch die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Vögisheim gekappt werden.

 

Das günstigste Angebot reichte das Hartheimer Tiefbauunternehmen Joos zum Gesamtpreis von knapp 7,44 Millionen Euro brutto ein.

Der Müllheimer Gemeinderat vergab die Kostenanteile der Stadt in Höhe von 5,83 Millionen Euro.

Der neue Tiefbaudezernent der Stadt, Sascha Hoffmann, stellte in der jüngsten Ratssitzung das Submissionsergebnis vor.

Von neun zur Abgabe aufgeforderten Tiefbauunternehmen gaben nur zwei Firmen Angebote ab. Das günstigste der Firma Joos überschritt den vom Ingenieurbüro Rapp Regioplan fortgeschriebene Kostenrahmen um knapp 291.000 Euro.

Starke Kostensteigerung

Das entspricht einer Steigerung der Kosten um 4,1 Prozent, wie der Dezernent feststellte. Die Kosten müssen allerdings nicht allein von der Stadt Müllheim getragen werden, die Stadt hatte für alle anderen an den verschiedenen Gewerken beteiligten Partner die Ausschreibung vorgenommen.

Die Projektanteile der Stadt werden nach dem aufgeteilten Angebot der Firma Joos knapp 1,98 Millionen Euro kosten und den Kostenvoranschlag nur um 0,8 Prozent übersteigen. Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Stadt trägt einen Kostenanteil von 3,85 Millionen Euro und muss damit 8,1 Prozent mehr als veranschlagt. Insgesamt übernehmen die Stadt in ihrem Kernhaushalt und über den Wirtschaftsplan des städtischen Eigenbetriebes eine Bruttogesamtsumme von rund 5,83 Millionen Euro.

Der Gemeinderat stimmt zu

Der Kostenanteil der Stadtwerke Müllheim/Staufen beträgt knapp 1,39 Millionen Euro und unterschreitet den Kostenvoranschlag um 3,9 Prozent, dafür steigen die Kosten für den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald um 4,1 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Kostenberechnung auf 221.424 Euro.

Die Kostensteigerungen seien nach Aussage des Ingenieurbüros auf die derzeitigen Energiepreise zurückzuführen, schreibt der Tiefbaudezernent in seiner Beratungsvorlage. Am Ende votierten 26 Stadträte für die Vergabe des städtischen Anteile, ein Ratsmitglied stimmte dagegen, ein weiteres enthielt sich seiner Stimme.