Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Riedöschingen schreitet bislang zügig voran. Bisher läuft alles nach Plan. Die Anwohner müssen sich dennoch umstellen.
Die Ortsdurchfahrt Riedöschingen wird derzeit umfassend saniert. Zwei Wochen nach Beginn des ersten Bauabschnitts liegen die Arbeiten gut im Zeitplan.
Die Riedöschinger Einwohner sowie durchfahrende Verkehrsteilnehmer müssen sich für die nächsten Monate, ja sogar Jahre, auf Einschränkungen einstellen. Die Sanierung der gesamten Ortsdurchfahrt ist ein Großprojekt, das in drei Abschnitten umgesetzt wird und bis ins Jahr 2026 hinein dauern wird.
Die Arbeiten im Rahmen des ersten Bauabschnitts, der die Strecke zwischen dem Ortseingang aus Richtung Kommingen kommend bis zur Kurve kurz vor dem Eventlokal Hegauer Hof umfasst, begannen am 8. Juli. „Die Arbeiten sind gut angelaufen. In den ersten Tagen wurde der alte Straßenbelag abgefräst und mit der Verlegung der neuen Wasserleitung begonnen“, wie Stadtbaumeister Uwe Veit auf Anfrage erklärt.
Auch Polier Thomas Braun, der für den Erd- und Straßenbau zuständigen Firma Storz Verkehrswegebau, ist zufrieden. „Wir hatten ein paar kleine Startschwierigkeiten, da wir auf eine unerwartete Drainage gestoßen sind, als wir mit der Verlegung der neuen Wasserleitung beginnen wollten“, so Braun. „Inzwischen konnten wir das Stück jedoch reparieren, sodass wieder alles passt, und sind nun dabei, die neue Wasserleitung zu verlegen. Die aktuellen Arbeiten laufen nun gut und wir befinden uns im Zeitplan“, erläutert Braun weiter.
Natürlich hoffe man jetzt, dass das Sommerwetter noch etwas anhält und nicht häufige und heftige Regenfälle die Arbeit beeinträchtigen. Auch für die Anwohner im Bereich des Abschnitts ging die Vollsperrung vor ihrer Haustüre mit einigen Unsicherheiten und geänderten Rahmenbedingungen einher.
Unsicherheiten bei den Anwohnern
Simple und sonst selbstverständliche Dinge, wie das Leeren der Mülltonnen, warfen plötzlich Fragen auf. Hier schuf die Firma Storz jedoch schnell Abhilfe. Sie informierte die Anlieger mit Wurfzetteln, dass sie ihre Mülltonnen nach wie vor am Vorabend der Leerung vor ihr Haus stellen können und die Firmenmitarbeiter diese dann zu einer definierten Sammelstelle bringen, die von der Müllabfuhr angefahren werden kann.
In den nächsten Wochen ist vorgesehen, mit den Kanalbauarbeiten zu beginnen, sobald die Hauptwasserleitung durch das Wasserwerk fertig verlegt wurde. „Im Anschluss daran werden die Kabelarbeiten durch die Energieversorgung Südbaar erledigt, bevor die eigentlichen Straßenbauarbeiten mit Pflaster, Borden, Rinnen und Asphalt erfolgen“, erklärt Stadtbaumeister Veit die nächsten Schritte. Laut Bauzeitenplan sei die Fertigstellung der Arbeiten des ersten Abschnitts am 18. Oktober dieses Jahres geplant.
Umleitungsweg für den ÖPNV
Während die Umleitung für den normalen Verkehr großräumig über Blumberg, Randen und Kommingen ausgeschildert ist, wurde für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine Umleitungsstrecke über den Gemeindeverbindungsweg zwischen Kommingen und Riedöschingen eingerichtet.
Stadtbaumeister Uwe Veit betont, dass diese Umleitungsstrecke lediglich für den Linienbusverkehr ausgewiesen wurde. Die Polizei hat bereits einzelne Kontrollen durchgeführt und Autofahrer ebenfalls auf die Tatsache hingewiesen, dass dieser Weg ausschließlich für den ÖPNV gilt, da die Durchfahrt gemäß Beschilderung generell für Motorräder und mehrspurige Kraftfahrzeuge verboten und lediglich für landwirtschaftliche Fahrzeuge gestattet ist.
Bei Missachtung droht ein Bußgeld von 20 Euro für Autofahrer und bis zu 75 Euro für Fahrer von Fahrzeugen mit mehr als 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse.
Großprojekt
Die Sanierung
der Ortsdurchfahrt Riedöschingen umfasst umfangreiche Erd-, Straßenbau-, Kanal- und Wasserleitungsarbeiten und wird bis ins Jahr 2026 hinein reichen, bis sämtliche Arbeiten durch die Stadt, den Kreis sowie den Energieversorger abgeschlossen sind. Die Arbeiten des ersten Bauabschnitts haben am 8. Juli begonnen und sollen – sofern alles nach Zeitplan läuft – bis 18. Oktober fertig sein.