Während Parkraum für die Feuerwehr in Sigmarswangen von Unbefugten missbraucht wird, gilt das Bauprojekt für Betreutes Wohnen als gescheitert.
Sicherheitsrelevante Themen kamen bei der Sitzung des Ortschaftsrates ebenso zur Sprache wie geplatzte Baupläne und Bürgerfragen zu Feuerwehr und Windkraft.
Ortsvorsteherin Sabine Breil gab bekannt, das vor der Sommerpause in einer Bauvoranfrage behandelte Bauprojekt mit neun Wohneinheiten für Betreutes Wohnen in der Weilertalstraße habe sich „an dieser Stelle zerschlagen“. Eigentümer und Projektierer seien nicht auf einen Nenner gekommen. Das Bauvorhaben liege auf Eis.
Im Staatswald nichts Neues
Über die Stilllegung der Sirene auf dem Rathaus und deren Ersatz durch eine neue Sirene auf dem Bürgerzentrum als Bestandteil der gesamtstädtischen Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz wurde das Gremium ebenfalls informiert.
Marc Bettinger von der Bürgerinitiative NaturAktiv musste bei den Bürgerfragen zur Kenntnis nehmen, dass es noch keinen Termin für die geforderte Info-Veranstaltung mit Forst BW und Projektentwickler Sowitec gibt, was die geplanten drei Windkraftanlagen im Stumpenwald angeht. Auch die Entwicklung der Windkraftfläche Richtung Wittershausen wird kritisch beäugt. „Wir befinden uns noch auf dem Stand vom Juli und werden es kommunizieren, sobald es Neues gibt“, erklärte die Ortsvorsteherin.
Als echtes Ärgernis beschrieb Wolfgang Trick die permanente Missachtung des Parkverbots am Feuerwehrgerätehaus durch Unbefugte. Wertvolle Zeit würde im Einsatz durch die Parkplatzsuche der Feuerwehrleute vergeudet, denn „keiner weiß im Voraus, wann es brennt, und genau dann zählt jede Minute.“ Genau genommen handelt es sich beim Verkehrszeichen 283 um ein absolutes Halteverbot.
Kritik an der Verwaltung
Trick schlug ein Zusatzschild vor, das Feuerwehrleuten ein Sondernutzungsrecht einräumt und Einwohner sowie Ortsunkundige vom Nachahmungseffekt abhalten soll. Die Anregung, die Ein- und Ausfahrt neben dem Rathaus und das Feuerwehrtor auffälliger zu kennzeichnen, nahm Sabine Breil ebenso entgegen.
Kritik äußerte Trick daran, dass die Stadtverwaltung den Oberflurhydranten neben der Kirche habe abbauen lassen, anstatt ihn auszutauschen. Dies hatte die Abteilung vor der Sommerpause gefordert. Breil gab auf Nachfrage die Begründung der Verwaltung weiter, der Oberflurhydrant werde nicht mehr gebraucht.
Sicherheitsrisiko Baum
Die Wasserversorgung der Feuerwehr sei durch zwei Unterflurhydranten sichergestellt. Wassermenge und Druck würden für das Löschen im Quartier ausreichen. Deren Lage mitten auf der Fahrbahn werde für stärkere Verkehrsbehinderungen im Übungsfall sorgen, prophezeite der Fragesteller. Zwei Ortschaftsräte teilten den Unmut des Feuerwehrmanns und bedauerten, dass bereits Tatsachen geschaffen wurden.
Ferner meldete Wolfgang Trick Gefahr für Mountainbiker und Spaziergänger sowie eine Behinderung für Land- und Forstwirtschaft durch einen sehr großen Baum an einem Grasweg Richtung Wasserreservoir. Er habe sich bereits bedenklich zur Seite geneigt und drohe umzukippen. Sabine Breil sagte die Feststellung des Eigentümers zu. Er wird aufgefordert, das Sicherheitsrisiko zu beseitigen.