In der Unteren Dorfstraße sind Raser unterwegs. Foto: Eyckeler

Im Ortschaftsrat machten die Räte ihrem Ärger über Raser in der Unteren Dorfstraße Luft. Ortsvorsteher Schneider will sich ans Verkehrsamt wenden.

Sie sind laut, sie sind schnell und damit eine erhebliche Gefahr für die Einwohner. Am Dienstagabend beschäftigte sich der Ortschaftsrat in Weilstetten mit Rasern, die besonders in der Unteren Dorfstraße deutlich stärker aufs Gas drücken als erlaubt.

 

Aber wie umgehen mit der Situation? Ortsvorsteher Wolfgang Schneider diskutierte diese Frage zusammen mit seinen Räten. Einigkeit herrschte unter dem Gremium und den Besuchern, dass es so nicht weitergehen kann.

Bauliche Hindernisse erscheinen unrealistisch

Allerdings wurde länger darüber beraten, wie man letztlich Herr über die Lage werden soll. Ortsvorsteher Schneider verwies auf die Straßen im Ort, auf denen Anwohner ihre Autos ordnungsgemäß parken würden. „Diese bilden ein Hindernis, was dazu führt, dass gar nicht gerast werden kann“, so Schneider. Er merkte lediglich dazu an, dass auf der Unteren Dorfstraße ebenfalls geparkt werden dürfe.

Bauliche Hindernisse, wie kleine Verkehrsinseln stellte der Ortsvorsteher nicht in Aussicht. Diese seien lediglich im Zuge von Sanierungen möglich, da die Maßnahme sonst zu teuer wäre.

Schneider will Messungen in Auftrag geben

Von baulichen Hindernissen, wie sie unter anderem auch in Erzingen bestehen, hält Ratsmitglied Klaus Hahn überhaupt nichts. „Das ärgert lediglich die Anwohner. Wer rasen will, der beschleunigt danach sowieso wieder hoch.“

Auch der Vorschlag von Danny Köhler, den Verkehr entsprechend umzuleiten und damit die Verkehrsbelastung zu reduzieren, stieß auf wenig Zuspruch. „Das Problem ist die Uhrzeit. Die einzelnen Raser brettern vor allem ab 20 Uhr und nachts durch die Straße“, merkte Jochen Beilharz an.

Klaus Hahn: „Am Ende tut es den Rasern nur am Geldbeutel weh.“ Deshalb empfahl er, Messungen vornehmen zu lassen, um valide Zahlen zu erhalten und dann entsprechend konsequent vorgehen zu können.

Dieser Bitte will Ortsvorsteher Schneider nun nachkommen und kündigte an, das Verkehrsamt entsprechend zu beauftragen.