Das ehemalige Schulhaus in der Weilertalstraße hat Sanierungsbedarf. Foto: Fahrland

Die Sigmarswanger legen eine ganze Liste an Projekten vor. Der Kämmerer gibt sich bei den Erfolgschancen jedoch zurückhaltend.

Um die Vorberatung der Haushaltsmittelanmeldungen 2026 ging es bei der Juni-Sitzung des Ortschaftsrats, bei der wegen des Bürgerdialogs auch Bürgermeister Jens Keucher und der Erste Beigeordnete Hans-Peter Fauser anwesend waren (wir werden noch berichten).

 

Ortsvorsteherin Sabine Breil sprach von angespannten städtischen Finanzen. Dennoch hegte sie Hoffnung, dass zuvor verschobene Maßnahmen diesmal Aufnahme in den Haushaltsplan fänden.

„Schwer in die Jahre gekommen“

„Den Ortschaftsrat bewegen drei Schwerpunktthemen“, hatte Ratsmitglied David Kerner festgestellt und den Rathausneubau, das ehemalige Schulgebäude und die Ausweisung von Baugebieten aufgezählt. Jens Keucher prophezeite, der Ersatz für das „abgängige Rathaus“ sei ein Projekt, das die Verwaltung und die kommunalen Gremien noch fordern werde.

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Breil bezeichnete das alte Schulgebäude beim Bürgerzentrum als „schwer in die Jahre gekommen“ und setzte die Renovierung der Schindelfassade erneut auf ihre Liste mit fünf Positionen. Mit gelegentlichen Spritzteerungen könne man die Lebensdauer der Feldwege verlängern und Instandsetzungen in größerem Umfang hinauszögern.

Letzte Bauplätze sind verkauft

Daher schlage sie für nächstes Jahr die Strecke vom Sportheim bis zur Schuppenkolonie „Ameisenäcker“ und darüber hinaus bis zur Gemarkungsgrenze Richtung Bochingen vor. Auf die Belastung durch die heutigen Fahrzeuge seien die Feldwege nicht ausgelegt, weshalb in Zukunft mit weiterem Handlungsbedarf zu rechnen sei.

Breil gab bekannt, dass in den Bebauungsplangebieten Breite II und Breite III die beiden letzten städtischen Bauplätze in Sigmarswangen verkauft worden seien und zeitnah bebaut würden. Für den Grunderwerb zur Schaffung von Bauland im Rahmen des Flächennutzungsplans seien Mittel für die Breite IV bereitzustellen. Der Erfolg hänge von der Kooperation der Grundstücksbesitzer ab.

Spielgeräte aus den 80ern

Jens Keucher merkte an, die Aussichten hätten sich verbessert. Die Stadt habe bei den Ankaufspreisen deutlich zugelegt. Breils Vorschlagsliste schloss mit dem Wunsch, den Spielplatz Härlesstraße mit neuen Spielgeräten auszustatten. Die Ausstattung mit Doppelschaukel sei noch nie erneuert worden.

Sie stamme noch aus der Fertigstellungszeit des Baugebiets „Auf Steinigen“, also schätzungsweise aus den 1980er-Jahren. Das Anliegen sei gerechtfertigt, da an den Spielplätzen schon länger nichts mehr gemacht worden sei.

Situation der Gesamtstadt entscheidend

Hans-Peter Fauser äußerte sich zurückhaltend über die Erfolgschancen. Erst die Haushaltsberatungen würden zeigen, welche Maßnahmen tatsächlich in den Haushaltsplan 2026 aufgenommen werden könnten. Ein einzelner Stadtteil sei nicht das Problem.

Entscheidend seien die gesamtstädtische Situation und die Summe aller Anmeldungen. Im Ortschaftsrat Sigmarswangen steht die formale Beschlussfassung der Mittelanmeldungen bei der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung.