Die Stellungnahme hinsichtlich geplanter Windräder war eines der Themen im Ortschaftsrat (Symbol-Foto). Foto: Anselm - stock.adobe.com

Die Kommunalwahl, die künftigen Windkraftanlagen, aber auch die Mobilfunkabdeckung beschäftigt die Ortschaftsräte. Doch auch die Friedhofsgestaltung mit Gedenktafel oder Urnengräber stand zur Diskussion.

Um eine Stellungnahme des Stadtteils zur Teilplanfortschreibung „Regionalbedeutsame Windkraftanlagen“ und die Realisierung des Mobilfunkmasts am Sportgelände ging es bei den Bürgerfragen im Ortschaftsrat.

 

Ausnahmsweise tagte der Ortschaftsrat im Sportheim anstatt im Sitzungszimmer des Rathauses, denn der öffentlichen Sitzung ging eine Informationsveranstaltung zur Kommunalwahl am 9. Juni voraus. Eine Handvoll Interessierter war der Einladung gefolgt, sich in zwangloser Runde von Ortsvorsteherin Sabine Breil und den Ortschaftsräten über deren Arbeit und die anstehenden Themen zu informieren.

Stellungnahme zu Windrädern

Danach konnten sie sich einen Eindruck vom Ablauf einer öffentlichen Ortschaftsratssitzung verschaffen. Dabei warb Breil für die Kandidatur um einen der neun Plätze am Ratstisch und bat, sich für die Aufnahme auf den Stimmzettel rechtzeitig zu melden.

Die erste Bürgerfrage stellte Ortwin Hezel. Er erkundigte sich nach dem aktuellen Stand bezüglich geplanter Windräder auf der Gemarkung und wollte wissen, ob der Ortschaftsrat zur Stellungnahme aufgefordert worden sei oder diese bereits abgegeben habe.

Stadtteile werden einbezogen

Ortsvorsteherin Sabine Breil teilte mit, der Flächennutzungsplan sei am 26. Februar im Gemeinderat Sulz vorgestellt worden. Im Hinblick auf die Abgabefrist im Beteiligungsverfahren für die Träger öffentlicher Belange werde zeitnah in öffentlicher Sitzung darüber beraten.

In die Stellungnahme, die die Stadt Sulz an den Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg abgeben werde, würden auch die Stellungnahmen der Stadtteile einbezogen, die sich ausschließlich auf die jeweils eigenen Flächen beziehen dürften. Im Fall von Sigmarswangen liege die einzige Fläche im Bereich Stumpenwald. Weitere Flächen lägen jenseits der Gemarkungsgrenze auf Vöhringer oder Sulzer Gebiet (Bsp. Geroldseck).

Begehung für Stromtrasse steht aus

Einen Realisierungstermin für den seit längerem angekündigten Bau des Mobilfunkmasts am Sportgelände konnte Breil noch nicht nennen. Das Baugesuch sei eingereicht und das Bauvorhaben genehmigt worden. Der Betreiber sei dabei, die letzten Unterlagen bei der Sulzer Stadtverwaltung einzureichen.

Ob ein Mitarbeiterwechsel bei der ausführenden Firma Auswirkungen auf den Verlauf habe, könne sie nicht sagen. Für die ausstehende Trassenbegehung mit dem Stadtbauamt gebe es noch keine Terminvereinbarung. Unter anderem müsse dabei die Kabelführung zur Stromversorgung festgelegt werden.

Erinnerungstafel an Friedhof?

Der Glasfaserausbau im Gewerbegebiet „Vor Buchen“ erklärte Breil auf Rückfrage, habe damit nichts zu tun und laufe bei der Telekom unter anderer Regie. Diese Arbeiten seien terminlich vorgezogen worden, da die Baustellenbereiche mit Pflastersteinen temperaturunabhängiger seien.

Auch die von Erwin Hauser einst vorgeschlagene Erinnerungstafel mit den Namen aller je auf dem Friedhof Bestatteten über die Ruhezeit hinaus und die Gründe für deren Ablehnung kamen bei den Bürgerfragen im Ortschaftsrat noch einmal zur Sprache.

Viel Kosten und Aufwand

Breil führte den organisatorischen und zeitlichen Aufwand, Datenschutzgründe und Kosten an. Man hätte auch Hinterbliebene, die nicht mehr im Ort wohnen, ausfindig machen müssen, um ihr Einverständnis einzuholen, was ein unvertretbarer Aufwand wäre.

Weitere Probleme seien die ständige Aktualisierung und das begrenzte Ortsbudget. In diesem Haushaltsjahr werde eine gesamtstädtische Friedhofskonzeption erstellt. Durch die eventuelle Aufnahme neuer Bestattungsformen könnte auch der Platz für eine solche Gedenktafel knapp werden.

Gibt es eine Urnenwand?

Beim Tagesordnungspunkt Anregungen gab Ortschaftsrat David Kerner den Wunsch eines Bürgers weiter, künftig auf dem Friedhof außer den herkömmlichen Urnengräbern auch Urnenstelen oder eine Urnenwand zu ermöglichen.

Es werde rechtzeitig informiert, bei welcher Gelegenheit die Bürger ihre Wünsche für die neue Friedhofsplanung einbringen könnten, kündigte Breil an. Man werde jedoch nicht in jedem Stadtteil jede Bestattungsform anbieten können und sich am Platz und den örtlichen Gegebenheiten orientieren.