Links und rechts vom Forchenweg gäbe es noch einige Bauplätze. Diese sind jedoch den Emissionen des gegenüberliegenden landwirtschaftlichen Betriebes ausgesetzt. Foto: Huß

Ganz so schnell wird es keine neuen Bauplätze in Dürrenmettstetten geben. Der Ortschaftsrat tat sich schwer mit der Entscheidung über eine Resterschließung des Baugebiets "Dettinger Straße".

Sulz-Dürrenmettstetten - Derzeit stehen keine Bauplätze mehr zur Verfügung, gab Ortsvorsteher Siegfried Dölker in der Sitzung bekannt. Das Baugesuch "Erstellung eines Wohnhauses mit Garage" auf dem letzten verbliebenen Bauplatz im Mühlgarten nahm das Gremium zustimmend zur Kenntnis.

Aus dem Jahr 2009 stammt der Flächennutzungsplan, auf dem ersichtlich ist, dass es neun genehmigte Bauplätze im Ort gibt. Drei und vier Bauplätze befinden sich beidseitig des Forchenwegs, sowie zwei Plätze entlang des Fichtenwegs. Fünf der Plätze sind im Privatbesitz, vier in städtischer Hand. Lediglich die Erschließung fehlt noch und bei dieser Beschlussfassung tat sich manch ein Ortschaftsrat schwer. Vom benachbarten Landwirtschaftsbetrieb seien Emissionen zu erwarten, die den künftigen Anwohnern nicht zugemutet werden könnten, gaben einige Räte zu bedenken.

Die Nachfrage bei der Familie, ob eine Aussiedlung in naher Zukunft angedacht sei, wurde verneint. Markus Steinwand meinte, dass dann die nächsten 15 Jahre sicherlich keine Änderung zu erwarten sei. Damit würden sich die angrenzenden städtischen Bauplätze nicht gut verkaufen. Jürgen Wössner gab zu bedenken, dass durch alle Kostenumlagen der Bauplatzpreis eventuell hoch ausfallen könne. Reinhard Kießling würde eine Erschließung befürworten, vermutet aber, dass innerorts "noch mal was gehen würde". Siegfried Dölker sieht die Erschließung des Baugebiet "Dettinger Straße" als Chance, "etwas fertig zu machen, was nicht viel kostet". Dagegen befürchte er "politischen Gegenwind" bei der Nachfrage um Erschließung eines neuen Baugebietes. Er wies darauf hin, dass es aktuell keine städtischen Bauplätze mehr gebe.

Auf die Nachfrage seiner Ratskollegen, teilte der Ortsvorsteher mit, dass der Rückbau der Schule im Haushalt eingestellt ist und dass dort dann auch zwei Bauplätze entstehen würden. Tim Huß und Markus Steinwand vertraten die Meinung, dass das Vorantreiben der innerörtliche Bebauung zukunftsweisend sei. Der Ortschaftsrat lehnte mit fünf Nein- und zwei Ja-Stimmen die Resterschließung ab.

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