Der neugewählte Ortschaftsrat mit Bürgermeister (links) und Ortsvorsteherin Christina Dorn-Maichle (vorne, rechts) Foto: Will

Beim zweiten Anlauf der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrats in Ringingen wird Christina Dorn-Maichle als Ortsvorsteherin wiedergewählt.

Dieses Mal wurde form- und fristgerecht eingeladen – „aber wirklich“, wie Christine Dorn-Maichle, die bisherige und auch zukünftige Ortsvorsteherin von Ringingen, zu Beginn der Wiederholungssitzung des Ortschaftsrats Ringingen feststellte.

 

Wie kam es dazu, dass die konstituierende Sitzung wiederholt werden musste? Unsere Redaktion hat bereits ausführlich berichtet: ein Formfehler – die fehlende öffentliche Bekanntmachung der Sitzung im Amtsblatt – hatte zur Folge, dass die erste Sitzung für ungültig erklärt werden musste.

Beim zweiten Mal hat alles gepasst

Fehler passieren, aber beim zweiten Mal hat alles gepasst. Und so konnte die Ringinger Rathauschefin die Sitzung mit der Feststellung eröffnen, dass form- und fristgerecht eingeladen wurde und das Gremium auch beschlussfähig war. Als besonderen Gast begrüßte sie Burladingens Bürgermeister Davide Licht.

Dorn-Maichle hatte nach eigenen Worten „zuerst an einen schlechten Scherz gedacht“, aber die rechtlichen Regelungen waren eindeutig. Und daher: „Weil es so schön war, noch einmal, und nicht zur Strafe, nur zur Übung“, sagte sie und trug das Unvermeidliche wenigstens mit einer Portion Humor.

Und dann ging es an die einzelnen Punkte der Tagesordnung. Damit das Gremium arbeitsfähig wird, muss zunächst festgestellt werden, ob bei den Gewählten Gründe vorliegen, die sie an der Ausübung des Mandats hindern. Bei zwei Gewählten war dies der Fall, auch dazu wurde berichtet.

Dorn-Maichle bedankt sich bei den ausscheidenden Ratsmitgliedern

Für sie stehen Nachrücker ohne Hinderungsgründe bereit, und auch bei den weiteren Gewählten liegen keine Hinderungsgründe vor, was der Rat dann auch einstimmig bestätigte.

Für gute fünf Jahre und gute Zusammenarbeit bedankte sich Dorn-Maichle bei den ausscheidenden Ratsmitgliedern, die neugewählten verpflichtete sie anschließend mit Handschlag und Eidesformel auf ihr Mandat. Ihre eigene Verpflichtung nahm ein Mitglied des Rates vor.

Höhepunkt der Tagesordnung war aber unbestritten die Wahl des Ortsvorstehers. Hier sei ein kleiner Ausflug in das Kommunalrecht gestattet: Genau genommen macht der Ortschaftsrat einen Vorschlag an den Gemeinderat zur Wahl des Ortsvorstehers, da jener für die Wahl der Ortsvorsteher zuständig ist. Der Gemeinderat müsste aber schon sehr gewichtige Gründe vorbringen, wenn er dem Vorschlag des Ortschaftsrates nicht folgen will.

Stellvertreter sind Martin Emele und Sebastian Hipp

Dorn-Maichle nahm diese „Wahlhürde“ wie schon bei der ersten Sitzung mit Bravour, sie wurde in geheimer Wahl einstimmig im Amt bestätigt. Ihre Stellvertreter sind Martin Emele und Sebastian Hipp.

Mit den Wahlen der Ringinger Vertreter in die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes und die Verbandsversammlung der Erpfgruppe (Wasserversorgung) schloss der „Wahlmarathon“.

Peter Schöpf und Rosario di Giovanni vertreten die Ortschaft künftig beim Abwasserzweckverband, ihre Stellvertreter sind Martin Emele und Johannes Baur, in die Erpfgruppe werden Markus Arnold und als sein Stellvertreter Sebastian Hipp entsandt.

Davide Licht: „Ringingen kann sich sehen lassen“

Zum Ende der Sitzung ermunterte Dorn-Maichle die gewählten Gemeinderatsmitglieder, die nicht gleichzeitig im Ortschaftsrat sind, regelmäßig an den Sitzungen teilzunehmen. Damit werde eine gute Verbindung in den städtischen Rat geschaffen.

Bürgermeister Licht sprach dann ein Schlusswort. „Ringingen kann sich sehen lassen“, so seine Feststellung mit Verweis auf die aktuellen Projekte und insbesondere das neue Feuerwehrhaus. Aber auch in die anstehenden gesamtstädtischen Projekte solle sich die Ortschaft einbringen.

Mit einem gemütlichen Umtrunk und angeregten Gesprächen klang die jetzt fehlerfreie konstituierende Sitzung aus.