Der Ortschaftsrat Orschweier will auf der Verlängerung der Waldstraße gen Süden Fußgängern und Radfahrern mehr Recht geben.
Die Forderung ist so neu nicht. Die asphaltierte Verlängerung der Waldstraße in Richtung Kreisstraße und Altdorf ist für viele Orschweierer eine Abkürzung auf dem Schulweg nach Ettenheim, für Einkäufe oder auch beliebt für Spaziergänge. Zugleich ist die schmale Straße über freies Feld auch ein kurze Verbindung für Autofahrer in Richtung Ettenheim. Letzteres sorgt für gefährliche Situationen bei Begegnungen von Menschen auf dem Rad, zu Fuß oder motorisiert. Dass der Verbindungsweg in den Masterplan Radverkehr der südlichen Ortenau aufgenommen wurde, sieht der Ortschaftsrat nun als Chance, für mehr Sicherheit auf dem etwa 1,5 Kilometer langen Abschnitt zu sorgen. Darin waren sich die Ratsmitglieder am Donnerstag einig.
Gerungen wurde indes um eine Antwort auf die Frage: Wie kann dieses Ziel für Fußgänger und Radfahrer erreicht werden und zugleich die Straße für Autofahrer oder Besitzer von Grundstücken in diesem Abschnitt offen bleiben? Darüber hinaus, darauf wiesen Ortsvorsteher Bernd Dosch und Bürgermeister Dietmar Benz hin, müsse auch eine Lösungsvorschlag her, der die Straßenverkehrsbehörde überzeuge. Denn diese habe schließlich das letzte Wort.
Nahezu jedes Ortschaftsratsmitglied trug mit eigenen Erfahrungen zur Diskussion bei und beschrieb damit zugleich das Dilemma: Autofahrer sind zu schnell unterwegs, gegenseitige Rücksichtnahme ist meist nur einseitig gefordert.
Ein Kompromissvorschlag wurde erarbeitet
Der Kompromissvorschlag, der nun in den Gemeinderat geht und dann der Verkehrsbehörde vorgelegt werden soll, lautet: Der Holderweg wird als Fahrradstraße ausgewiesen. Es soll ein Zusatzschild geben, das die Strecke für Autos freigibt, zugleich aber auch darauf hinweist, dass nicht schneller als 30 Stundenkilometer gefahren werden darf. Überdies sollen Geschwindigkeitskontrollen erfolgen.