Auf dem Gelände zwischen Oberweier und der Sternenberghalle könnte eine zentrale Trainigsstätte für Clubs der Gemeinde entstehen. So zumindest die Idee der Verwaltung. Die Weichen wurden nun im Ortschaftsrat gestellt.
Zwischen den Sportanlagen von Oberweier sowie dem Gelände östlich des Sternenbergs liegt eine Fläche von 82 242 Quadratmetern – inklusive Sportanlagen wie Tennisplätze, Fußballfelder und Tennisanlage sowie altem Festplatz auf Gemarkung Oberweier. Die Gemeinde Friesenheim plant in diesem Gebiet eine punktuelle Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans, der sich auf ein Gelände mehrheitlich im Gewann „Sternenberg“ bezieht.
Konkret soll diese Fläche als „Sondergebiet für Sport- und Freizeitanlagen“ ausgewiesen werden. Voraussetzung dafür ist die Änderung des Flächennutzungsplans sowie die anschließende Aufstellung eines Bebauungsplans. Ortsvorsteher Andreas Bix betonte in seinen Ausführungen: „Wir machen da kein Geheimnis daraus. Im Bereich des Sports gibt es einige Veränderungen. Neue Wege gehen mittlerweile auch die Sportvereine von Friesenheim, Heiligenzell und Oberweier mit einer Spielgemeinschaft.“ Aber auch im Tennissport habe einen Wandel gegeben. Mit den Veränderungen komme jetzt eine Gebietsentwicklung. „Wenn alle Sportanlagen in der Gemeinde verteilt sind, kostet das sehr viel Geld“, so Bix. Rhetorisch stellte er die Frage: „Braucht es noch so viele Sportplätze, wenn wir das Verhältnis zu den Sportvereinen betrachten?“
Wann das Projekt umgesetzt wird, ist noch völlig unklar
Drei Vereine versuchten jetzt, eine gemeinsame Basis zu finden, um an frühere sportliche Erfolge anzuknüpfen. Gesehen habe man dies jetzt mit dem Tennissport. Friesenheim sei mit dem Tennisclub Oberweier zusammenkommen. In Oberweier wird Tennis mit hohem Zuspruch gespielt. Aber der Tennisclub Oberweier habe in Friesenheim ein marodes Gebäude vorgefunden. Das Platzproblem stehe nach wie vor an. Dies sei auch ein Grund, weshalb über eine Gesamtsportanlage nachgedacht werden sollte. Mit der Idee einer großen Sport- und Freizeitanlage und der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans sollte jetzt zumindest die Grundlage für die Zukunft geschaffen werden.
„Das heißt nicht, dass wir morgen schon fünf neue Sportplätze und zehn neue Tennisplätze bauen können“, betonte Bix. Nicht alle Flächen gehörten in dem Bereich der Gemeinde. Aber ein Großteil schon. „Aus meiner Sicht ist diese Entwicklung hier ein Glücksfall, weil das Gelände recht zentral liegt und für alle gut erreichbar wäre“, so Bix. Außerdem sei das Gelände relativ weit von der Wohnbebauung entfernt.
Zentralisierung ist schon seit vielen Jahren Thema
Verbunden wäre diese Entwicklung mit einer Zukunftssicherung für alle Vereine, die daran beteiligt wären, so Bix weiter. „Über eine Zentralisierung wird schon seit vielen Jahren diskutiert“, erklärte Julius Haas (CDU). Zwar werde Ackerland dafür aufgegeben, aber dieses sei in diesem Gebiet ohnehin nicht von höchster Qualität. Ob er, der schon etwas über 60 Jahre alt ist, die Zusammenlegung von Sportflächen aus drei Ortsteilen noch erlebe, wage er zu bezweifeln. „Vor drei Jahren hätte auch noch niemand gedacht, dass die SG kommen wird“, hielt Bix dagegen. Der Ortschaftsrat stimmte einstimmig der punktuellen Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Friesenheim im Bereich Oberweier zu. Auch für die Aufstellung des Bebauungsplans „Sportgelände Oberweier“ mit den örtlichen Bauvorschriften zum Bebauungsplan hat er sein einstimmiges Votum abgegeben.
Info – Thema im Gemeinderat
Für die Änderung des Flächennutzungsplans stehen im Haushalt für 2025 insgesamt 50 000 Euro bereit. Am 13. Januar geht die Empfehlung an den Gemeinderat.