Die Wildschweinpopulation in den Wäldern um Oberkirnach steigt, denn die Tiere haben keine natürlichen Feinde. (Symbolfoto) Foto: Paul Henri Degrande/Pixabay

Die neuen Jagdpächter für den Bereich Oberkirnach stellten sich im Ortschaftsrat vor. Weitere Themen waren Wildschweinschäden, Straßensanierung und die Biberproblematik.

St. Georgen-Oberkirnach - Mit den neuen Jagdpächtern sei man ganz gut aufgestellt, sagte Ortsvorsteher Franz Günter. Besonders freue ihn, dass jemand aus dem Ort dabei sei. Wichtig sei, bei Problemen zwischen Jägern, Landwirten und Waldbesitzern miteinander zu reden.

Einer der neuen Jagdpächter ist Martin Bertsche aus Brigachtal. Problematisch sind ihm zufolge im Moment Wildschweinschäden. Die Tiere hätten keine natürlichen Feinde und vermehrten sich "extrem", Dezimierung durch Jagd allein sei unmöglich. Landbesitzer sollten nach Schäden schnellstmöglich mit den Pächtern Kontakt aufnehmen.

Lebensgefährlich sei das Nachsuchen einer verletzten Sau. Das Fleisch sei oft verstrahlt und müsse entsorgt werden. Extrem in Oberkirnach vorhanden sei auch der Dachs, der für Landwirte genauso ein Problem darstelle. Schäden seien aber Sache der Landwirte.

Aus VS-Nordstetten stammen die Brüder Ernst und Hartmut Benzing, die schon seit 30 Jahren zusammenarbeiten, aus Oberkirnach stammt Philipp Kienzler.

Biber-Bauten tabu

Die Vorgaben zur Jagd richten sich nach Auskunft der Jäger nach Wildschäden. Der Bestand müsse im Einklang mit dem Wald stehen. Auf Nachfrage von Günter bestätigten sie, dass der Biber noch komplett außen vor sei. Ihn zu schießen sei kein Kavaliersdelikt. Es könne nicht sein, dass der Biber mache, was er wolle, so Günter. Oberkirnach sei stark betroffen, das Tier bereits Richtung Kesselberg unterwegs. Bei einer Zusammenkunft Ende Oktober wurde erklärt, dass Bauten nicht zerstört werden dürfen.

Lampen auf LED umgestellt

Günter gab bekannt, dass das Buswartehäuschen am Kesselberg fertig ist. In Sachen Energiesparen erklärte er, dass alle Straßenlampen im Ort schon auf LED umgestellt sind. Beim "leidigen Thema" Glasfaser werde viel versprochen, er glaube jedoch nicht, dass bis 2025 alles fertig sei. Eine "tolle Auslastung" habe der Waldkindergarten.

Eine Winterdienstbesprechung fand im Bauhof statt. Einsparungen im Außenbereich beim Streuen seien nicht einfach, da die Stadt versicherungsmäßig abgesichert sein müsse. Allerdings werde noch zu viel private Fläche geräumt, das müsse strenger gehandhabt werden.

Schlaglöcher "fast vergoldet"

Nach der Ausbesserung von Straßenschäden vor allem am Kesselberg befragt, erklärte Günter, dass der Preis für Bitumen nach oben geschnellt sei, Schlaglöcher "fast vergoldet" würden. Eine großflächige Sanierung sei deshalb nicht möglich.