Die Bushaltestelle in der Brunnenstraße soll barrierefrei ausgebaut werden. Die Umsetzung der Maßnahme jedoch gestaltet sich schwierig.Foto: © M. Schuppich – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Ortschaftsräte monieren Schwierigkeiten bei der Umsetzung

Königsfeld-Neuhausen. Für Diskussionen sorgte im Ortschaftsrat der geplante barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle in der Brunnenstraße.

Maßnahme könnte Gemeinde 800 000 Euro kosten

Bürgermeister Fritz Link berichtete über die Einführung des neuen Nahverkehrsplans Ende 2021, in dessen Zuge der Ausbau mehrerer Haltestellen erfolgt. Die Maßnahme könnte die Gemeinde 800 000 Euro kosten und wurde vom Landratsamt Freiburg in das ÖPNV-Programm aufgenommen. Damit ist ein Zuschussantrag möglich.

Der Umbau soll innerhalb der nächsten drei Jahre erfolgen, die Haltestelle in der Brunnenstraße dabei 18 Zentimeter hohe Bordsteine erhalten, die bei Niederflurbussen barrierefreies Ein- und aussteigen ermöglichen. Auf der Westseite soll die Parkbucht erhalten bleiben, auf der Ostseite ergeben sich wegen einer bestehenden Einfahrt aber Schwierigkeiten. Eine Möglichkeit wäre, die Bucht nach Norden zu schieben.

Dann müsste die Gemeinde aber Gelände erwerben, wozu ein Teil der Besitzer bisher nicht bereit ist. Ein ähnliches Problem ergebe sich, würde man die Bushaltestelle nach Süden schieben. Zudem stünde der Bus dann noch näher an der Kurve.

Rückbau der Parkbucht nennt Link "keine glückliche Lösung"

Eine dritte Alternative wäre, die Parkbucht zurückzubauen, sodass der Bus auf der Straße halten würde. Das nannte Link "keine glückliche Lösung, da es die Verkehrssicherheit beeinträchtigt".

Daniel Singer und Stefan Schorpp gaben zu bedenken, dass oft zwei Busse beidseitig oder hintereinander hielten und es aufgrund von Anschlussverbindungen manchmal zehn Minuten dauere, bis ein Bus weiterfahre.

Hans Mack stellte infrage, ob das barrierefreie Halten auf der Straße besser sei als eine nicht-barrierefreie Parkbucht. Andrea Leithold sah die Wegnahme der Bucht dagegen "nicht so kritisch". Eine Verkürzung der Bucht oder nur der erhöhten Bordsteinkante ist nicht möglich, beantwortete Link eine Frage von Ronny Schlenker.

Auf die Abstimmung des Ortschaftsrats hin erklärte er, dass die Verwaltung nochmals die Verschiebung der Haltestelle prüfen werde.

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