Die vom Umweltbüro vorgeschlagene Fläche für eine Photovoltaik-Anlage am Friedhof hält der Ortschaftsrat von Neudingen aus diversen Gründen für ungeeignet. Foto: Rainer Bombardi

Der Ortschaftsrat Neudingen hält nur zwei Photovoltaik-Anlagen auf insgesamt 20 Hektar für sinnvoll – anders als die Leiterin des Umweltbüros.

Der Ortschaftsrat von Neudingen hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit möglichen Standorten für Photovoltaik-Freiflächenanlagen beschäftigt. Wiltrud Siegfried, die Leiterin des Umweltbüros im Gemeindeverwaltungsverband, stellte in der Versammlung die Ergebnisse ihrer Suche nach Flächen, die sich auf der Gemarkung Neudingen für solche Anlagen eignen würden, vor.

 

Unter Berücksichtigung von Ausschlusskriterien wie Hochwasser- oder Vogelschutzgebieten sowie Grenzabständen zur Bewaldung und zur Siedlungsfläche führte sie rund 56 Hektar an privaten und öffentlichen Flächen auf, die sie für geeignet zur Erzeugung von regenerativer Energie aus PV-Anlagen hält.

Die Ortschaftsräte waren sich dagegen einig, dass sich die meisten dieser Flächen aufgrund ihrer geringen Größe, ihrer zerstückelt über die Gesamtgemarkung verteilten Lage und damit ihrer möglichen Rendite für Investoren wenig für PV-Freiflächen-Anlagen eignen.

Unter diesem Aspekt beschloss das Gremium, die mögliche Errichtung von PV-Freiflächenanlagen auf zwei Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 20 Hektar zu begrenzen. Sie befinden sich zwischen der im Gremium bereits mehrfach thematisierten alten Erddeponie und der Kreisstraße sowie auf einer Fläche zwischen der Gnadentalkapelle und der Verbindungsstraße nach Gutmadingen.

Die von der Verwaltung aus Kostengründen geplante Streichung der Förderung von innerörtlichen Bauvorhaben zur Belebung der Ortskerne lehnte das Gremium einstimmig ab. Ortsvorsteher Jochen Preis ergänzte, dass die stattdessen vorgeschlagene Beantragung von Fördermitteln über das Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) keine adäquate Bezuschussung darstellt. Er sagte: „ELR-Gelder gibt es für ausgewählte Kommunen unabhängig von der Notwendigkeit nur während eines Jahres, so dass Neudinger Bauvorhaben nur alle paar Jahre in ihren Genuss kommen“.  

In der Beratung zum Haushalt für kommendes Jahr rückte das Gremium die Einstellung von Planungskosten für eine Machbarkeitsstudie zu den Sanierungsmöglichkeiten der Mehrzweckhalle in den Fokus. Weitere Anmeldungen betreffen die Sanierung von Feldwegen und am Feuerwehrhaus.