Bei starken Regenfällen soll eine Überschwemmung vermieden werden (Symbol-Foto). Foto: Achim Banck – stock.adobe.com

Die Funktionsfähigkeit von Schächten und Gräben für ein effektives Starkregenrisikomanagement ist von großer Bedeutung. Denn manche sind stark zugewachsen.

Der Ortschaftsrat Leinstetten setzte bei seiner Sitzung die letzten Punkte in der Simulationskarte für das Startregenrisikomanagement, mit der die Stadt die Firma Fichtner Water & Transportation beauftragt hat.

 

Zuvor hatten sich der Gemeinderat und alle anderen Ortschaftsräte der Stadt schon damit befasst. Leinstetten musste, auch für die Ortschaft Bettenhausen, nachliefern.

Gräben instanthalten

Die digitale Simulationskarte zeigte an, welchen Lauf das Wasser nimmt. In einer ersten Durchsicht hatten Vertreter der Feuerwehr und der Stadt die Punkte, wo sich bei Starkregen Wasser ansammeln kann, in den beiden Stadtteilen markiert. Die Ortschaftsräte aus Leinstetten und Bettenhausen fanden eine Reihe weiterer kritischer Stellen.

Allgemein merkten sie an, dass die vorhandenen Schächte und Gräben frei- beziehungsweise instandgehalten werden müssen. Grundsätzlich sollte das Wasser außerhalb der Ortschaft aufgefangen werden, damit es nicht in zu großen Mengen in den Ort fließt.

Probleme wegen Bordstein

In den Kommentaren wies das Gremium immer wieder darauf hin, dass die Schächte auf ihre Aufnahmefähigkeit hin zu prüfen seien. Handlungsbedarf bestehe unter anderem in Bettenhausen auf dem ganzen Weg Richtung Brachfeld. Die Schächte seien hier zugewachsen.

In Leinstetten fanden die Räte noch einige Gefahrenstellen mehr. Dort verhindern unter anderem Bordsteine den Wasserabfluss.

Ergebnisse werden berücksichtigt

An einer Stelle gab es Bedenken, ob der Wasserlauf in der Simulationskarte richtig angegeben wurde. Einen weiteren problematischen Punkt machte der Ortschaftsrat am Föhrenwäldle aus. In diesem Bereich und weiter Richtung Kapf müsste das Wasser gefasst werden, um Häuser zu schützen.

Die Anmerkungen aus Leinstetten und Bettenhausen werden jetzt noch an das Büro Fichtner Water&Transportation weitergeleitet und mitberücksichtigt. Der nächste Schritt ist eine Risikoanalyse, danach erarbeitet die Firma ein Handlungskonzept für das Stadtgebiet. Die Ergebnisse werden voraussichtlich 2026 bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt.