Die Laufener sind verärgert darüber, im Haushalt 2024 keine größeren Laufener Projekte finden.
Nach wie vor stehen in Laufen die Themen Aussegnungshalle, Feuerwehrhaus und der Umzug des Ortsamts in das Volksbank-Gebäude auf der Agenda. Ortsvorsteher Peter Landenberger fasste in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats zusammen, was die Ortschaftsräte zu ihrer Verärgerung fest stellen mussten: „Es ist enttäuschend, dass so viele Dinge für den Ortsteil Laufen nicht mehr im Haushalt der Stadt Albstadt eingestellt sind.“
Wolfgang Bolkart war sichtlich sauer: „Das kann nicht sein – so ohne Information.“ Diesem Haushalt könne er guten Gewissens nicht zustimmen – trotz allen Verständnisses für die schwierige finanzielle Situation der Stadt. Andauernd würden wichtige Vorhaben in Laufen verschoben oder fielen – wie im Haushaltsplan 2024 – ganz heraus. Wie solle man einem Haushalt zustimmen, fragte er, in dem Laufen im Grunde gar nicht vorkomme?
Oberbürgermeister Roland Tralmer versuchte, ausführlich zu erklären, wie sich die derzeitige finanzielle Situation der Stadt darstelle. Klar sei, dass kein Ortsteil bevorzugt oder benachteiligt werde. „Sie werden alle gleich schlecht behandelt“, sagte Tralmer mit Galgenhumor. Überall herrsche erheblicher Investitionsstau.
Tralmer: „Ein ‘Weiter so‘ ist nicht mehr drin“
„Wir können in Albstadt nicht weitermachen wie bisher“, stellte er klar. In jedem einzelnen Stadtteil müsse genau betrachtet werden, was möglich sei. Es gelte, komplett neu denken. Unmittelbar nach der Verabschiedung des Haushalts 2024, erklärte Tralmer, wolle er in die Planungen für das Jahr 2025 einsteigen und dabei intensiv nach Möglichkeiten der „Clusterbildung“ suchen, um Synergieeffekte zu nutzen. Doch jetzt sei wichtig, einen genehmigungsfähigen Haushalt 2024 zu verabschieden.
„Wir möchten ein Zeichen setzen“
Trotz umfassender Ausführungen des Oberbürgermeisters, der sich mächtig ins Zeug legte, lehnte das Laufener Gremium einstimmig den Haushalt 2024 der Stadt Albstadt ab. „Wir möchten hiermit ein Zeichen für künftige Entscheidungen setzen“, erklärte Peter Landenberger. Er sei deshalb nicht etwa beleidigt, quittierte Tralmer die Entscheidung. Vielmehr müsse geschaut werden, dass man in der Stadt in den kommenden Jahren gemeinsam vorankomme.