Befürchtete Schadstoffbelastungen im frisch sanierten Kindergarten waren Thema im Ortschaftsrat Brigach. Das Ergebnis der Messungen wurde nun vorgestellt. Zu schnelle Autos auf der Durchgangsstraße waren ein Kritikpunkt in der Sitzung.
Bezüglich des kernsanierten Kindergartens berichtete Ortsvorsteher Georg Wentz von Beschwerden über Gerüche sowie die Meldung erkrankter Kinder. Tatsächlich handelte es sich aber wohl nur um ein Kind, das dauernd erkältet war.
Die Stadtverwaltung veranlasste dennoch Messungen zur Schadstoffbelastung der Luft. Getestet wurde laut Bürgermeister Michael Rieger „auf alle gängigen Stoffe“ mit dem eindeutigen Ergebnis, dass alle Räume „uneingeschränkt nutzbar“ sind, es „keine Auffälligkeiten“ gibt.
Getestet wurden auch Putzmittel und Ausdünstungen von Holzschutzmitteln. Der Prüfer stellte dabei „mit den besten jemals gemessenen Wert“ fest. „Es gibt keinen Hinweis auf Irgendwas“, so das Fazit des Bürgermeisters.
Verlängerung der Buslinie in den Ginsterweg
Ein Thema war auch eine Umfrage von Gerhard Mengesdorf und Peter Dönneweg unter Anwohnern von Ginster- und Andreas-Müller-Weg zwecks Verlängerung der Buslinie nach oben. Es gebe 20 Interessenten, die führen aber im Moment noch Auto, so Wentz. Hauptgrund für die Streichung der Strecke war aber, dass es Bussen nicht gestattet ist, rückwärts zu fahren. Die Prüfung des Anliegens samt Einsatz eines Kleinbusses durch die Straßenverkehrsbehörde erfolge erst im ersten Quartal 2024. Das stehe und falle aber mit Nutzern. Er selbst könne sich eigentlich nur eine Privatinitiative vorstellen, so Wentz. Laut Mengesdorf wird auch ein Rufbus geprüft.
Sandra Armbruster meinte, dass man nicht alle paar Jahre den Fahrplan ändern sollte und verwies auf die Pläne für ein beantragtes Mitfahrbänkle. Der Bauhof will das laut Wentz im oberen Ginsterweg aufstellen sobald es zeitlich möglich ist. Gut wäre seiner Meinung nach ein zweites beim Brigachhaus.
Breitbandausbau vor allem bei „weißen Flecken“
Bezüglich Breitbandausbau konzentriere man sich 2024 auf „weiße Flecken“ im Außenbereich Oberkirnachs und Brigachs, so Rieger. Durch die Telekom besser versorgte Gebiete auch im Kernbereich Brigachs werden derzeit nicht gefördert. Offen ist noch, ob man in Richtung Langenschiltach die an der zu verlegenden Hauptleitung liegenden Häuser mit anschließe. Dafür müsste die Stadt aber 150 000 Euro aufwenden, Anlieger den Anschluss von der Straße bis zum Haus selbst zahlen. Michael Zeller brachte als Alternative Satellitenempfang ins Gespräch.
Blitzer nochmals prüfen
In Bezug auf zu hohe Geschwindigkeit auf der Durchgangsstraße erklärte Wentz, dass man schon jahrelang an einer Begrenzung sei. Das Einzige, was man bisher erreicht habe, sei die Senkung von 80 auf 70 beim Gasthaus Engel. Er kenne viele Ortsteile im Kreis, wo Blitzer stünden, das müsse man nochmals prüfen. Zur von Zeller angesprochenen Lärmbegrenzung erklärte Rieger, dass das erst ab einigen tausend Fahrzeugen pro Tag greife. Eigentlich wolle die Straßenverkehrsbehörde die Geschwindigkeit sogar erhöhen, da es auf der Durchgangsstraße keinen klassischen Ortszusammenhang gebe. Freiwillig könne man die Straße in den Lärmaktionsplan aufnehmen. Auch für einen Zebrastreifen gebe es zu wenig Frequenz, so Wentz.