Ortsvorsteher David Preis und Stellvertreterin Katharina Pfarrherr diskutieren über das Thema Nachbarschaftshilfe. Foto: Lutz Rademacher

Der Hubertshofener Ortschaftsrat sieht einen Vorteil in bewährten Strukturen. Aber passen die großen Entfernungen in das Konzept?

In der ersten Gmond im Januar hatte der Ortschaftsrat Hubertshofen beschlossen, keine eigene Nachbarschaftshilfe zu gründen, sondern sich einem bestehenden Verein anzuschließen.

 

In der vergangenen Ortschaftsratssitzung wurde es nun konkreter. Einstimmig entschied sich der Rat für den Anschluss an die Nachbarschaftshilfe Aasen-Heidenhofen, da diese über Erfahrung und entsprechendes Wissen verfügt. In diesem Zusammenhang machte Ortsvorsteher David Preis auf eine Informationsveranstaltung in Wolterdingen aufmerksam, die am Mittwoch, 18. März, um 19 Uhr im dortigen Vereinshaus stattfindet. Sie wird von Sigrid Hall, der Vorsitzenden der Nachbarschaftshilfe Aasen-Heidenhofen, und Susanne Maier vom Landratsamt geleitet.

Hier wird’s konkret

Hier werde es schon richtig konkret, so Preis, denn der Termin sei für diejenigen gedacht, die wirklich ernsthaftes Interesse haben, mitzuwirken. Im Januar hatten sich schon einige Hubertshofener gemeldet, denen der Ortsvorsteher nun ans Herz legte, die Veranstaltung am Mittwoch zu besuchen. Ortschaftsrat Franz Ritter fügte hinzu, dass ein Nachbarschaftshilfeverein nur dann richtig funktioniere, wenn man vor Ort Personen habe. Aasen-Heidenhofen werde das hier nicht leisten können. Entfernung, Zeit und Kilometerpauschale machten das nicht sinnvoll. Es sei einfach zu weit weg, deshalb sei man darauf angewiesen, dass man in Hubertshofen Leute findet, die mitmachen.

Zu weit weg?

„Nur mit Personen aus Hubertshofen oder vielleicht Wolterdingen macht es Sinn, und denen, die sich gemeldet haben, ist das hoch anzurechnen.“ Aus der Zuhörerschaft kam der Hinweis, man solle doch erst einmal abwarten, wie sich Wolterdingen entscheidet.

Katharina Pfarrherr machte darauf aufmerksam, dass es Schulungen für die ehrenamtlichen Helfer gebe. Hubertshofen werde einen solchen Kurs aber nicht voll bekommen, könnte sich jedoch mit Wolterdingen zusammentun, egal, wie deren Entscheidung ausfällt.

Wichtig sei aktuell, im Ort möglichst viele Leute für das Projekt zu begeistern.