Der neu konstituierte Ortschaftsrat Hossingen Foto: Kuster

Scheidende Räte verabschiedet und die Neuen vereidigt hat der Ortschaftsrat Hossingen in seiner konstituierenden Sitzung.

Ein „Tag des Abschieds und des Neuanfangs“ ist laut Bürgermeister Frank Schroft die Sitzung des Hossinger Ortschaftsrates am Dienstagabend gewesen: Scheidende Räte sind verabschiedet und das neue Gremium verpflichtet worden. Letzteres erfolgte reibungslos – Hinderungsgründe wurden keine festgestellt.

 

Aus dem Gremium verabschiedet wurden Michael Bodmer, Regine Huber und Sven Groß – Bodmer war 15 Jahre, Huber zehn Jahre – davon auch sieben Jahre als Schriftführerin – und Groß fünf Jahre lang Mitglied des Hossinger Rates gewesen. Alle drei hätten sich Schroft zufolge durch ihre offene Art und stete Hilfsbereitschaft ausgezeichnet.

Viele Projekte hat das Hossinger Gremium in fünf Jahren umgesetzt

Zum Dank für ihr Engagement – das viel abverlange und „nicht zu hoch geschätzt werden kann“, sagte der Schultes – bekamen sie einen Geschenkkorb und eine Urkunde. Einen Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre hat Ortsvorsteher Thomas Wizemann geworfen.

Dank einer „guten und konstruktiven Zusammenarbeit“ hat das bisherige Gremium viele Projekte umgesetzt: Zum Beispiel die Neugestaltung des Dorfplatzes, die Renovierung der Rathaus-Fassade, die Erweiterung der Urnenstele auf dem Friedhof, die Einrichtung einer Ganztagesgruppe im Kindergarten und vieles mehr.

Dem neuen Ortschaftsrat geht die Arbeit aber nicht aus, versicherte Wizemann: Unter anderem stehen die Renovierung der Kirchtreppe, eine Überdachung am Dorfplatz und die weitere Abarbeitung der Agenda 2030 an.

Wizemann: „Die Demokratie lebt vom mitmachen“

Anschließend wurde offen gewählt – wobei alle Ergebnisse jeweils einhellig bei eigener Enthaltung der Kandidaten erfolgte: Ortsvorsteher bleibt Thomas Wizemann, sein Stellvertreter ist Jürgen Wagner und Schriftführer ist Kevin Auer – alle drei standen jeweils als einzige für ihre Posten zur Wahl.

Drei Räte wurden mit Geschenk und Urkunde aus dem Ortschaftsrat verabschiedet. Foto: Kuster

Zu Unterzeichnern der Protokolle des Ortschaftsrates wurden Monika Bodmer, Carola Schneider, Dominik Gemlin und Sandy Bantle bestimmt.

„Die Demokratie lebt vom mitmachen und nicht vom zuschauen“, resümierte Wizemann. Das gelte auch für einen Ortschaftsrat, der das Leben seiner Mitbürger aktiv mitgestaltet. „Dabei opfern Sie einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit unentgeltlich – und das in einer Zeit, in der sich der Wert einer Arbeit vor allem nach ihrem Lohn richtet“, sagte er.

Schroft: Als Ortschaftsrat braucht es zuweilen auch ein dickes Fell

Thomas Wizemann freue sich jedenfalls auf eine gute, konstruktive Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren, „in denen wir gemeinsam Hossingen noch weiter voranbringen“.

Und auch Bürgermeister Schroft dankte den Räten für ihre Bereitschaft, das Amt auszuüben. Denn jenes könne auch aufreibend sein und erfordere zuweilen ein dickes Fell – ebenso wie die Kraft, seine eigene Position zum Wohle der Allgemeinheit zu überdenken.

„Bleiben Sie geradlinig und sich selbst gegenüber treu und ehrlich“, gab er dem neuem Gremium auf den Weg.