Der Ortschaftsrat rekapituliert das Starkregenereignis vom 2. August in Holzhausen. Damals gingen innerhalb einer halben Stunde 57 Liter pro Quadratmeter Regen herunter.
Ein Rückblick auf das Starkregenereignis vom 2. August und die dazu erforderlichen Maßnahmen war ein wichtiges Thema in der letzten Sitzung des Ortschaftsrates.
Zuvor hatte sich der Rat von den beträchtlichen Schäden vor Ort ein Bild gemacht. Ortsvorsteher Armin Hipp sprach von 57 Liter pro Quadratmeter Regenmenge in einer halben Stunde.
Abdeckungen wurden weggerissen
Besonders in Mitleidenschaft gezogen ist der Zuweg zur alten Pumpstation und der obere Teil des Pfaffengraben- Steilhangs. Um Unfälle zu vermeiden ist der Weg derzeit abgesperrt.
Durch die Wassermassen wurden die Schachtabdeckungen frei gespült, die Schachtdeckel angehoben, weggerissen und im unteren Bereich den Hang hinunter gespült.
Weg nicht mehr passierbar
Die Wassergewalt riss neben weiteren Verwüstungen auch noch einen mannshohen Graben in den Steilhang. Loses Wurzelwerk erschwert den Zugang.
Der Weg ist vollkommen ausgewaschen und deswegen nicht mehr passierbar. Hipp sprach darüber hinaus auch die Gefahr einer durch den Klimawandel bedingten Wiederholung an.
Gärten und Straße überspült
Verstärkt wurden die Wassermassen noch durch abfließendes Oberflächenwasser aus dem westlichen Ortsteil, dessen Kanalisation nicht genügend Kapazität aufwies.
Hier drückte das Wasser nach oben, hob die Kanaldeckel, überspülte Gärten, Wege und Straße und floss in Richtung alte Pumpstation ab.
Erkundungstour des Rates
Etliche Keller standen unter Wasser, einer sogar 1,5 Meter. Der Rat war sich einig, dass hier eine grundlegende, sachgerechte Instandsetzung durch eine Fachfirma nötig ist, um die Schäden zu beheben und alles wieder in einen guten und haltbaren Zustand zu versetzen.
Eine Erkundungstour entlang der Markungsgrenze von Holzhausen sowie die Besichtigung und Begutachtung markanter und wichtiger Plätze für den Ort leitete die Ortschaftsratssitzung ein.
Verwüstung bei Pumpstation
Dazu bewegten sich die Räte per Fahrrad. Angefahren wurde der Farrenstall, in dem die Feuerwehr mit bisher 260 Arbeitsstunden einen Teil des Umbaus bewerkstelligt hat. Neue Tore und die Verlegung neuer Stromkabel stehen noch aus.
Der beschädigte Weg zur Obstanlage, die Heusteige, der Pfingstbrunnen, die Streuobstwiese mit Biotop, der Wasserablauf beim Haus Schrägle und die Verwüstungen bei der alten Pumpstation nach dem Starkregenereignis waren weitere Punkte.
Nachmittag für alle
Es stehen noch einige Stationen aus. Mit dabei waren auch mehrere interessierte Bürger.
Der Adventsnachmittag, der durch Corona weggefallen ist, soll wieder aufleben, so Ortsvorsteher Hipp, an den mehrfach dieser Wunsch herangetragen worden ist.
Es soll allerdings kein Seniorennachmittag, sondern ein Nachmittag für die ganze Dorfgemeinschaft sein. Rätin Ruth Lebold berichtete über den bisherigen Verlauf.
In der Diskussion fand auch ein Termin im Januar Anklang. Mit den Vereinen wird wegen einer Beteiligung Kontakt aufgenommen.
Einstimmig angenommen wurde die Beibehaltung des Dienstags als Sitzungstag mit 19 Uhr als Sitzungsbeginn.