Ob der Harter Kindergarten nach der Beseitigung eines massiven Wasserschadens wieder so hergerichtet wird, dass dort eine Gruppe mit 25 Plätzen für Kinder ab drei Jahren Platz findet, ist noch nicht entschieden. In Hart würde man das begrüßen. Foto: Kost

Nur wenig neue Informationen konnte Ortsvorsteher Thomas Bieger am Montag in der Sitzung des Harter Ortschaftsrates zum Baugebiet "Hinter den Gärten II" bieten. Immerhin so viel: am sportlichen Zeitplan zur Erschließung des Gebietes soll sich nichts ändern.

Haigerloch-Hart - Am 29. Januar ist die vierte Auslegung des Bebauungsplanentwurfes erfolgt und die Frist zur Einreichung von weiteren Anregungen dazu läuft am 10. März ab. Nach wie vor wird daran festgehalten, dass der Haigerlocher Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 23. März den Bebauungsplan "Hinter den Gärten II" als Satzung beschließt.

Parallel dazu arbeitet das Empfinger Planungsbüro Gfrörer daran, Angebote für die umfangreichen ökologischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einzuholen. Das sind nicht wenige, die man umsetzen muss. Es gilt unter anderem Ersatzhabitate für Zauneidechsen zu schaffen, und auf ausgewählten Flächen rund um Hart 206 Ersatzbäume zu pflanzen – alles von Kreisfachberater Markus Zehnder ausgesuchte Hochstämme und alte Sorten.

Wie bereits mehrfach berichtet, kostet das alles viel Geld und in den Kosten für den ökologischen Ausgleich (rund 530 000 Euro), die auf die späteren Bauherren umgelegt werden, sind die Kosten für die spätere Pflege der Gehölze noch gar nicht enthalten, wie Ortsvorsteher Thomas Bieger anmerkte.

Sein Stellvertreter Michael Schill regte an, die Pflege der Bäume auszuschreiben und dafür Paten zu suchen. Bei drei Bäumen pro Patenschaft seien das aber immer noch etwa 70 Personen, die man finden müsse, meinte Bieger. Im Blick auf die derzeitige Auslastung von Handwerks- und Gewerbebetrieben hatte Egidius Kessler seine Zweifel daran, dass bei einer Ausschreibung der ersten Landschaftsarbeiten (Abstechen der Wurzeln) in der ersten Märzwoche, tatsächlich schon im März was gemacht werden kann.

Das zweite größere Thema war die für den Ortsteil Hart vorgesehenen Investitionen im Haushaltsplan 2021 der Stadt, der am Dienstagabend auch Thema in der Gemeinderatssitzung war (wir werden noch berichten). Darin vorgesehen sind laut Thomas Bieger logischerweise die Erschließung des ersten Abschnittes im Baugebiet "Hinter den Gärten II" mit einer Gesamtsumme von 843 000 Euro sowie der Rückbau der beiden aneinander gebauten beiden alten Bauernhäuser 2 und 4 in der Bahnhofstraße mit Kosten rund 164 000 Euro. Ebenfalls vorgesehen ist die Überdachung der Bushaltestelle zwischen Kirche und Pfarrhaus. Hierfür stehen im Haushalt 6500 Euro bereit und der Kostenvoranschlag eines Handwerksbetriebes für die Überdachung liegt auch schon vor.

Nicht ganz klar ist laut Ortsvorsteher Bieger zum jetzigen Zeitpunkt, wie es mit dem Thema Kindergärten weitergehen wird. Hierzu gibt es im Haushalt der Stadt bis ins Jahr 2023 einen Sammelposten von 2,2 Millionen Euro. Darin enthalten ist zwar die Sanierung des Harter Kindergartens im Untergeschoss der Ortschaftsverwaltung in der Tannwaldstraße nach einem Wasserschaden, ob in dem Kindergarten aber mit dem Blick auf die Zukunft wieder dauerhaft Betreuungsplätze angeboten würden, so Thomas Bieger, sei noch nicht entschieden. In Hart würde man freilich die Reaktivierung der Kindergartenräume begrüßen.

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