Fast fertig ist der „Fluss der Zeit“ auf dem Friedhof. Foto: Fechter

Fast fertiggestellt ist die Bestattungsmöglichkeit „Fluss der Zeit“ auf dem Gruoler Friedhof. Davon machte sich der Ortschaftsrat vor der Sitzung ein Bild.

Lediglich die Stelen, auf denen die Namen der Verstorbenen angebracht werden, fehlen noch, sie sollen aber im Laufe dieser Woche geliefert werden, erklärte Ortsvorsteher Reiner Schullian am Freitag.

 

Der Platz ist bereits eingesät, die Pumpe für den Wasserlauf lief bereits probeweise. Nur das schlechte Wetter in der vergangenen Woche habe die Arbeiten gebremst, erklärte Schullian.

Eine gelungene Sache, da war sich das Gremium einig. Der kleine Wasserlauf fügt sich harmonisch in die Friedhofsumgebung hinter der Vituskapelle. Drei schlichte, knapp zwei Meter hohe Stelen für die Namenstafeln sollen aufgestellt werden. Die Urnen werden entlang des Bachlaufs eingegraben und mit einem Schild und einer Nummer versehen, die man dann den Namen auf den Stelen zuordnen kann.

Räte unzufrieden mit Geschwindigkeitsmessungen

Der Weg zum Fluss der Zeit wurde gepflastert, über den Bachlauf führt eine kleine Brücke, so kann man barrierefrei rundherum gehen. Es sei eine für Haigerloch neue Bestattungsform, für die es auch schon einige Interessenten gebe, wie Ortsvorstehen Schullian auf Nachfrage erklärte. Insgesamt bietet die von der Fima Kessler aus Weildorf gebaute Anlage Platz für 180 Stelen. Anschließend beriet das Gremium über weitere Themen.

Die Geschwindigkeitsmessungen an der Binsdorfer Straße am Ortseingang Richtung Erlaheim haben, so Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck in der Sitzung, ein „Traumergebnis“ erzielt: Im Schnitt wurden 47 Stundenkilometer gefahren. Das entspreche nicht der Realität, monierten die Ortschaftsräte und sei wohl der Geschwindigkeits-Anzeigentafel geschuldet, die die meisten Autofahrer zum Bremsen veranlassten. Gewünscht wird eine weitere Geschwindigkeitsmessung in der Schweizerlandstraße am Ortseingang aus Richtung Heiligenzimmern in Höhe der Tankstelle Schneider.

Autos immer wieder verbotenerweise auf Feldwegen unterwegs

Ein Ergebnis der Verkehrsschau ist die Anbringung neuer Schilder, die das Durchfahrtsverbot für Kraftfahrzeuge an einigen Feldwegen regeln sollen. Dort würden immer trotz Durchfahrtsverbot unerlaubt Autos fahren. Die Wege seien beliebt bei Hundebesitzern auch aus der weiteren Umgebung, mit den bekannten unerfreulichen Folgen für die Landwirtschaft.

Das Parken an der Schule, auch ein ewiges Problem, soll mit einem absoluten Halteverbot von 7 bis 17 Uhr im Bereich der Schule sowie der Ausweisung der Parkplätze nur für Lehrer geregelt werden. Im Gremium war man skeptisch, ob sich Indies durchsetzen ließ, dies gelinge wohl nur mit Hilfe eines Ordnungsdienstes. Vor dem Kindergarten sollen vier Halteverbotsschilder angebracht werden, was sehr viel erscheint, laut Schullian von der begutachtenden Verkehrsbehörde aber plausibel begründet wurde.

Zum Kindergarten hatte Ortsvorsteher Schullian auch positive Nachrichten: Es habe inzwischen eine Begutachtung durch Vertreter der katholischen Kirche, die Träger ist, der Stadt und dem Architekten stattgefunden. Der Kindergarten solle komplett saniert werden, vermutlich werde der Posten 2027 im Haushalt der Stadt eingestellt. Die Kirchengemeinde habe die Sanierung bereits in den Haushalt aufgenommen.