Am Abzweig von der Bundesstraße 33 nach Gremmelsbach wird Tempo 50 eingeführt. Aktuell gilt hier noch Tempo 60. Foto: Moser

Kinderbetreuung, Breitbandversorung, Straßensanierungen: In Gremmelsbach tut sich einiges, wie Ortsvorsteher Helmut Finkbeiner im Ortschaftsrat erläuterte.

Die erste Sitzung des Ortschaftsrats Gremmelsbach fand nun in einem „Ausweichquartier“ im Dorfgemeinschaftshaus statt, der Grund war zugleich Mitteilung an den Ortschaftsrat: Der Boden im Probenraum der Musiker werde gerade saniert, weshalb die Musikprobe im großen Saal stattfinde, so Ortsvorsteher Helmut Finkbeiner.

 

Zudem freute er sich, dass der Mittelweg des Friedhofs nun endlich gepflastert sei für insgesamt 36 000 Euro, wobei mehr gemacht worden sei als ursprünglich geplant. Eine größere Baustelle richte die Bundesbahn ein: Ab 2. April soll im Bereich Seelenwald auf einer Länge von 150 Metern und einer Tiefe von rund 40 Metern die Bergsicherung durchgeführt werden. Dazu müsse zunächst der Zufahrtsweg ertüchtigt werden, da darüber der Beton transportiert werden müsse. Auf dem Gelände oberhalb des Kohlplatzes soll die Baustellenverwaltung entstehen.

Zehn Stundenkilometer weniger erlaubt

Diverse Probleme seien bei Verkehrsschauen ans Licht gekommen; sie würden für einige Veränderungen sorgen. So sollen für Wanderer im Kreuzungsbereich Rötenbach und Leutschenbach Parkplätze ausgewiesen werden. Denn bisher werde hier recht wild geparkt.

An der Einmündung von der Bundesstraße 33 werde künftig ein Schild aufgestellt, das die Höchstgeschwindigkeit auf 50 Kilometer je Stunde begrenze – bisher sei hier 60 möglich. Im Bereich des Anwesens Bertsche gehe derzeit der Radweg auf die B 33 über, was immer wieder zu unschönen und gefährlichen Situationen führe. Nun soll diese Stelle vorverlegt werden an die Einfahrt Eble.

Straßensanierungen für 100 000 Euro

Zunächst war der der Ortsvorsteher auf den Haushaltsplan der Stadt eingegangen: Obwohl der eng gestrickt sei, sieht er die Stadt gut aufgestellt, es gebe keine Darlehensaufnahme bei vollumfänglichem Schuldendienst. Nahezu eine Million Euro wende die Stadt für die Kinderbetreuung auf – alle Kindergärten seien randvoll, auch der im Haus. Hier sei an diverse Erweiterungen gedacht, eventuell soll es sogar eine Waldgruppe geben. Viel Geld sei eingestellt für die Breitbandversorgung, auch der Rüstwagen der Feuerwehr sei mit einer ersten Tranche bedacht.

Für die Sanierung der Ortsstraßen in Gremmelsbach seien in diesem Jahr 100 000 Euro eingeplant, dazu sei ein Betrag von 4000 Euro für die Sanierung von Brandweihern eingestellt – wohl je die Hälfte für Nußbach und Gremmelsbach. Für die Verbesserung der Tonanlage im Dorfgemeinschaftshaus stünden 5000 Euro im Haushaltsplan bereit.

Druckerhöhung für das Obertal erst 2026

Im Eigenbetrieb Wasser seien für den Lückenschluss zwischen Hohnen und Gremmelsbach 35 000 Euro angedacht – hier setze man wohl auf eine Grabgemeinschaft wie in Nußbach. Vorläufig auf 2026 geschoben wurde die Druckerhöhung für das Obertal, da hierbei keine Synergieeffekte mit Breitband zu erzielen seien. Dagegen stünden für den Leutschenbach 100 000 Euro zur Verfügung. Hierzu stellte Richard Schwer die Frage, ob denn, wenn die Mittel für die Verlegung von Breitband zur Verfügung stünden, dann die Wasserversorgung gleich mitverlegt werde, was ihm bestätigt wurde.

Benjamin Hug fand es wichtig, die Druckerhöhung für das Obertal so früh wie möglich zu installieren – schon für das Gasthaus Staude sei dies von Bedeutung. Zugleich wollte er für den Leutschenbach wissen, ob die Leitungen in der oder parallel zur Straße verlegt würden. „Wo immer es möglich ist, sollten Leitungen nicht in der Straße liegen“, erklärte Finkbeiner dazu.