Das Problem geschlossener Notfallpraxen und das Versorgungsrisiko für Kindern bis zu drei Jahren war Thema im Glatter Ortschaftsrat. Die Auswertung der Geschwindigkeitsmessungen in der 40er-Zone brachte jedoch weitere dramatische Ergebnisse.
Auf der Tagesordnung des Ortschaftsrats in Glatt stand in der jüngsten Sitzung die Bürgerfragestunde, Status und Informationen aus der vergangenen Ortschaftsratssitzung, Baugesuche Alter Rainweg 8, Einbau Dachgauben sowie weitere Fragen und Anregungen.
Nach der Präsentation von ABO Energy startete die Ortschaftsratssitzung im Kursaal neben dem Wasserschloss Glatt. Gewünscht wurde von der Bürgerschaft eine Kiste Bier. Diesem Wunsch wurde nachgegangen – „denn es soll ja nicht zu Trocken werden“, so Ortsvorsteher Axel Anger.
Neuer Auftritt im Internet
Ein Bürger gab den Einwand, dass die Presse nur einseitig vertreten sei und es gut wäre, wenn es beispielsweise einen Schaukasten mit den aktuellen Informationen des Ortschaftsrates gebe.
Grundsätzlich wolle man die Kommunikation verbessern, so Anger. Die Überlegungen reichten dabei von einem Abdruck im Mitteilungsblatt bis hin ins Internet.
So wolle man auch die Neugestaltung der Website der Gemeinde Glatt in Angriff nehmen. Darüber hinaus wurden verschiedene Informationen aus der vergangenen Ortschaftsratssitzung vorgetragen.
Problematische Gesundheitsversorgung
Unter anderem wurde die Schließung der Notfallpraxis in Oberdorf besprochen. Und auch das Thema, dass ein Kinderarzt nur noch Privatpatienten behandele, kam zur Sprache.
Da andere Praxen keine neuen Patienten aufnehmen, führe dies zu Versorgungsrisiken bei Kindern bis drei Jahren.
Ebenso stellte der Ortsvorsteher das Spielplatzkonzept und Klausurthema – die Attraktivierung der Angebote für Kinder und Jugendliche vor.
Auswertung der Verkehrstafeln
Im Zeitraum vom 27. Juli bis zum 14. Oktober hat es 31 Beanstandungen oder Meldungen an die Ortsverwaltung gegeben. Von diesen seien 61 Prozent – also ganz genau 19 Stück – abgearbeitet. Sechs würden im Moment noch bearbeitet und weitere sechs befinden sich schon in der Umsetzung.
Ein besonderes Augenmerk richtete sich auf die Verkehrsberuhigung und die Erhöhung der innerörtlichen Sicherheit sowie den Lärmschutz für die Bürger und Besucher.
Im Zuge dessen stellte der Anger die Auswertung der ausgelesenen Verkehrstafeln vor, denn einige Fahrer fahren anstatt des Tempolimits 40 Kilometer viel schneller.
Zwei Verkehrstafeln, die über sieben Monate hinweg angebracht worden waren, wurden ausgewertet. Eine Verkehrstafel wurde zum Hochgericht/Kindergarten angebracht, die zweite war in der Oberamtstraße/ am Züffle aufgestellt.
Mehr als 100 Stundenkilometer
In der Straße zum Hochgericht/Kindergarten sind die Verkehrsteilnehmer von unter 30 Kilometer pro Stunde (KmH) bis zu mehr als 50 KmH schnell gefahren.
Ganz anders hingegen in der Oberamtstraße/ am Züffle. Hier waren die Fahrer deutlich schneller unterwegs. Mehrfach wurde über 100 KmH gefahren – und das zu jeder Uhrzeit.