Der Fischinger Ortschaftsrat möchte mit Geschwindigkeitsmesstafeln die Fahrer sensibilisieren. Foto: Schwind

Das erstellte Verkehrsgutachten von dem Büro Papp aus Freiburg war Thema im Fischinger Ortschaftsrat in der vergangenen Sitzung des Gremiums. Die Ideen sollen auch bei der Verkehrsschau am 13. Juni zur Sprache kommen.

Obwohl das Verkehrsgutachten schon Bestandteil im Nichtöffentlichen Teil einer Ortschaftsrat-Sitzung gewesen sei, wolle man es mit Blick auf die Neuwahl des Ortschaftsrat nicht mehr groß anpacken, erläuterte Ortsvorsteher Jürgen Huber.

 

Ortschaftsrat Huber Breisinger möchte diese Zeit aber trotzdem nutzen, um Ideen einzubringen, welche schnell umsetzbar sein müssten.

Sperrung mit Pollern?

Der Fischinger Ortschaftsrat möchte deshalb zunächst an die Vernunft der Kraftfahrer appellieren und diese motivieren, langsam zu fahren. Gerade in der Hohenzollernstraße sollen, wie Ortsvorsteher Huber erklärte, 80 Prozent der Fahrer zu schnell im 30er-Bereich unterwegs sein.

Eine Möglichkeit sei, den Verkehr von der Hohenzollernstraße durch eine Sperrung des Verbindungsweges in Verlängerung zur Hohenzollernstraße in Richtung Empfingen beispielsweise durch Poller, durch die nur landwirtschaftlicher Verkehr durchfahren könnte, herauszunehmen.

Mehr Messtafeln

Dies sieht Ortschaftsratsmitglied Karl-Heinz Mysliwiez kritisch. „Den Verkehr, den wir hier rausnehmen, verlagern wir nur auf andere Straßen“. Der Fischinger Ortschaftsrat ist sich sicher, dass Geschwindigkeitsmesstafeln dazu beitragen würden, dass zumindest kurzzeitig gebremst werde.

Deshalb sollten seiner Meinung nach im neuen Haushalt 2025 zwei bis drei Geschwindigkeitsmesstafeln aufgenommen werden. Da man jedoch von der Brücke bis zum Rathaus kaum schnell fahren könne, mache eine Tafel an der dortigen Bushaltestelle wenig Sinn, hieß es aus dem Gremium.

Engstelle beschildern

Deshalb brachte Breisinger das Anbringen von Warnzeichen auf dem Boden vor dem Rathaus und dem Gemeindezentrum ins Gespräch. Durch die zusätzliche Geschwindigkeitsanzeige beim Gemeindehaus könne man ableiten, ob die Straßenbemalung etwas bringe oder nicht, so Huber.

Ortschaftsrätin Sabine Bossenmaier regte an, bei der Engstelle beim früheren Gasthaus Krone, wo kein Gehweg vorhanden wäre, ein Schild anzubringen. Dieses solle Fußgänger und Radfahrer darauf hinweisen, den Weg an der Bäckerei Schwind zu nutzen.

Kommt Tempo 30?

Der Fischinger Ortsvorsteher machte Hoffnung, dass auch in der Burg-Wehrsteinstraße eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 eingeführt werden könne. Aus Gründen der Lärmreduzierung soll nämlich in der Gesamtstadt Sulz untersucht werden, wo eine Temporeduzierung möglich wäre.

Ortschaftsrat Ralf Kreher monierte zum wiederholten Male, dass das 30er-Schild am Verbindungsweg zwischen Fischingen und Mühlheim am Ortsausgang von Fischingen weiter in Richtung Mühlheim versetzt werden müsse.

Befahrbarer Verbindungsweg

Denn er sieht in der Kurve mit Zugang zu einem Gartengrundstück und der Zuwegung eines Wanderweges eine große Gefahrenquelle für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Trotz gegenteiliger Meinung aus der Bevölkerung sind sich die beiden Ortschaftsrat-Gremien von Fischingen und Mühlheim einig, den gemeinsamen Verbindungsweg in beide Richtungen befahrbar zu lassen.

Der Fischinger Ortschaftsrat möchte die Bevölkerung daran beteiligen, vernünftige Lösungen für Fischingen zu finden. Ortsvorsteher Jürgen Huber will die Vorschläge zur Verkehrsschau am 13. Juni mitnehmen.