14 Hektar Ackerfläche stellten die Aasener Landwirte bereits 2020 für diese Photovoltaikanlage zur Verfügung. Was weitere Flächen angeht, herrscht Zurückhaltung. Foto: Elisabeth Winkelmann-Klingsporn

Weiteren möglichen PV-Flächen in dem Donaueschinger Teilort steht der Ortschaftsrat kritisch gegenüber.

Mit möglichen Potenzialflächen für Photovoltaikanlagen beschäftigten sich die Aasener Ortschaftsräte bei einem Dutzend interessierter Besucher in ihrer jüngsten Sitzung im Rathaussaal.

 

Das Umweltbüro ist beauftragt, dazu die Vorstellungen in den Ortsteilen zu ermitteln.

Die Aasener Ortschaftsräte äußerten sich zur Benennung von weiteren möglichen Flächen für PV-Anlagen deutlich zurückhaltend.

Reduzierung beschlossen

Bereits Anfang 2020 wurde in Aasen im Gewann Daischwasen vor dem Buchwald, entlang der Bundesstraße 31, auf 14 Hektar Ackerland für 3,2 Millionen Euro eine Photovoltaikanlage mit 11.000 bifacilen Solarmodulen und einer Leistung von 4,1 Megawatt-Peak gebaut, die den Bedarf von etwa 1200 Haushalten decken kann.

Mehrere Landwirte hatten dafür Flächen zur Verfügung gestellt.

Vor diesem Hintergrund einigte man sich im Ortschaftsrat darauf, die für die Teilortschaft denkbaren PV-Flächen an der Autobahn von 218 auf 110 Hektar zu reduzieren. Grundsätzlich gibt es diese Einschränkungen: Der Abstand zur Wohnsiedlung sollte mindestens 200 Meter betragen. Waldflächen, Naturschutzgebiete, Biotope, FFH-Gebiete, Überschwemmungsgebiete und Wasserschutzgebiete kommen für PV-Anlagen nicht infrage.

Weiterhin geht es um das Landschaftsbild und den Wert landwirtschaftlicher Flächen. Das Landwirtschaftsamt hat bereits besonders hochwertige Flächen definiert. In jedem Fall sind es jedoch die jeweiligen Eigentümer der Flächen, die über eine Nutzung durch eine PV-Anlage entscheiden.

Speicherfrage und Netzausbau

Aasen hat heute zwei PV-Flächen. Eine Meinung in der Diskussion unter den Räten war, dass der Ort schon genug in der Hinsicht getan habe. Ebenso gebe es noch die Speicherfrage und dass es mit dem Netzausbau nicht vorwärtsgehe.

Auch Kosten durch mögliche teure Überschussproduktion zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten seien zu bedenken sowie die Veränderung des Landschaftsbildes durch weitere große PV-Flächen. Schließlich liefen schon die Autobahn und die Bundesstraße durch Aasener Gemarkung.