Mehr als 30 Bürger besuchten die Sitzung des Ortschaftsrats Enkenstein. Nicht nur die Anwohner des Gresger Weges waren an den geplanten Sanierungsarbeiten interessiert.
Die Enkensteiner nahmen die geplanten Baumaßnahmen insgesamt gelassen, sie mussten sich bei den Baumaßnahmen der letzten Jahre für den Hochwasserschutz ohnehin an Einschränkungen gewöhnen. Die ab Ende Juni geplanten Fahrbahnsanierungen betreffen nicht nur als Nebenstraße den Gresger Weg in der Zuständigkeit der Stadt Schopfheim. Auch die L 139, für die baurechtlich wiederum das Regierungspräsidium zuständig ist, ist betroffen.
Baubeginn Ende Juni
Beide Bauherren sind nun mit ihren Planungen startklar. Für das Regierungspräsidium stellte Baureferatsleiter Dieter Bollinger das weitere Vorgehen vor, für den Gresger Weg und für einen Teil der Maibergstraße sprach Remko Brouwer vom Tiefbauamt Schopfheim. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme, die Federführung liegt beim Regierungspräsidium. Für beide Baumaßnahmen starten die Ausschreibungen am 2. Mai, die Submission erfolgt am 27. Mai, der Baubeginn soll am 22. Juni erfolgen – so zumindest die Planung.
Voraussetzung für die Baumaßnahmen der Nebenstraße ist ein Gemeinderatsbeschluss in Schopfheim, über den am 20. April entschieden wird, berichtete Ortsvorsteherin Karin Bernbach.
Remko Brouwer berichtete über die Erstellung eines rund eineinhalb Meter breiten Gehweges.
Die alten Wasserleitungen werden erneuert, private Eigentümer können Angebote bis zum Zähler einholen. Belastete Böden werden voruntersucht. Möglich sind kurzfristige Unterbrechungen der Wasserleitung. Auch die Maibergstraße entlang der K 6348 erhält vom Gresger Weg bis „Am Sturmen“ einen Gehweg. In der „wandernden Baustelle“ durch den Gresger Weg wird eine Vollsperrung erforderlich sein, eine provisorische Umfahrung durch Anlieger wird über „Am Sturmen“ über einen Privatweg erfolgen. Für die Müllabfuhr wird eine Sammelstelle an der Kreisstraße eingerichtet. Von größeren Parkplatzproblemen kann ausgegangen werden. Die anwesenden Bürger kritisierten die geplante Pflasterung des Einfahrtsbereichs zum Gresger Weg, da hier eine erhebliche Lärmbelästigung durch Schwerverkehr erwartet wird. Die Bauzeit am Gresger Weg und für den Gehweg an der K 6348 ist bis Weihnachten vorgesehen.
Flüsterbelag für L 139
Die Fahrbahndecke vom südlichen Ortseingang bis Ortseingang Wieslet wird auf einer Länge von rund sieben Kilometern erneuert. Dieter Bollinger erklärte, daß die Maßnahme wegen der Hochwassermaßnahmen und der Stromverkabelung verschoben werden musste. Es wird ein lärmreduzierender Belag aufgetragen, der insgesamt eine Senkung von drei Dezibel bewirken wird. Einige weitere Maßnahmen werden durchgeführt, so die Errichtung der Bushaltestelle „Süd“ im Bereich der derzeitigen „Straßeninsel“ unweit der derzeitigen Bushaltestelle. Für die Bushaltestelle am Straßenrand werden sogenannte „Kassler Hochborde“ errichtet, um einen barrierefreien Zugang zu schaffen. Auch eine Querungshilfe, eventuell ein Zebrastreifen zur gegenüberliegenden Straßenseite, wird errichtet. Geplant ist ein Gehweg zwischen Lachsgrabenweg und Haus Dorfstraße 13.
Bushaltestelle „Nord“
Die Bushaltestelle „Nord“ wird in Höhe des ehemaligen Anwesens Leonhardt in der Dorfmitte erstellt, allerdings ohne Querungshilfe zur gegenüberliegenden Seite des Baches. Zählungen ergaben, dass die Anzahl der Benutzer zu gering war, um die rechtlichen Erfordernisse für das Aufbringen eines Zebrastreifens zu erfüllen. Erstellt wird eine barrierefreie Absenkung.
+Dieter Bollinger geht für die Sanierung der L 139 von einer Bauzeit von acht bis zehn Wochen aus. Teilweise wird an einigen Tagen eine Vollsperrung während der Fräsarbeiten erfolgen. Die Umleitung wird über Steinen empfohlen. Als Rettungsweg wird ein Wirtschaftsweg zwischen dem Hausmattweg und Wieslet eingerichtet. Für den Verkehr ist während der Bauzeit mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Die Anwohner werden jeweils informiert.
Ortsvorsteherin Bernbach brachte es auf den Punkt und sagte: „Wir bitten um Verständnis für die Baumaßnahmen - aber wir bekommen ja auch was dafür“.