Die Änderung des Flächennutzungsplans Enkenstein Süd sowie die Planung Dorfmitte sorgten stoßen für reges Interesse.
Ortsvorsteherin Karin Bernbach konnte rund 30 Gäste in der Ortschaftsratssitzung begrüßen.
Enkenstein Süd
Der Tagesordnungspunkt „Änderung Flächennutzungsplan Enkenstein Süd“ nahm den größten Teil der Sitzung in Anspruch. Sie berichtete von der Planung des Ortschaftsrates, neue Baugebiete zu erschließen, um die Abwanderung aus Enkenstein einzudämmen und die Ansiedlung junger Bewohner zu fördern. Die Stadtverwaltung wurde in Kenntnis gesetzt. Zum Sachstand sagte sie: „Im Zuge der Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) werden in Enkenstein Süd Flächen von privaten Bauwilligen zur Prüfung und zur Aufnahme im FNP bereitgestellt“. In diesem städtischen Verfahren werden Flächen-Kontingente in jedem Ortsteil berechnet. Hiermit wird festgelegt, wie viele Bauplätze für Wohnen und Gewerbe maximal in jedem Ortsteil ausgewiesen werden .
Der neue Flächennutzungsplan würde für die Dauer von zirka 15 bis 20 Jahren gelten. Speziell betroffen sind hier Flächen im Areal Hausmatt, Flurstück Nr. 11/1, und Jägermatt, also beidseitig der Landstraße aus Richtung Langenau. Der erste Bauabschnitt würde die Grundstücke in der Jägermatt, Flurstück Nr. 83/7, 83/8 und 83/9 betreffen, hier sollen zunächst drei Häuser gebaut werden. Der Plan für die Jägermatt umfasst ferner Flurstück Nr. 84. Beachtet werden muss für die Planung im Hausmattweg, dass dort ein Radweg erstellt wird. Näheres sei jedoch nicht bekannt.
Ortschaftsrat Martin Brutschin erkundigte sich, inwieweit innerhalb des genannten Zeitraumes von 15 Jahren dennoch anderweitig im Ort gebaut werden kann. Karin Bernbach antwortete, es sei eine Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, quasi eine außerörtliche Erweiterung. Bernbach merkte an, dass es sich um eine gemeinsame interkommunale Planung mit Flächenausweisungen von Hausen im Wiesental und Maulburg handelt.
Die Ortschaftsräte votierten einstimmig für die Aufnahme der genannten Fläche in den Flächennutzungsplan. Ortschaftsrat Frank Strittmatter hatte wegen Befangenheit den Ratstisch verlassen.
Planung Dorfmitte
Karin Bernbach berichtete von Plänen der Stadt, das Areal des ehemaligen Hofes Leonhardt zeitnah zu verkaufen. Derzeit wird dieses noch als Materiallager für die Kabelverlegearbeiten genutzt. Bei Bedarf können hier Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden. Die Ortsverwaltung hat großes Interesse, dass sich Kaufwillige melden.
Auf Fragen eines Bürgers konnte die Ortsvorsteherin keine Angaben zur Geschoßhöhe der Planungen machen. Zur Frage der Zeitschiene wollte sich die Ortsvorsteherin aus verständlichen Gründen nicht äußern. Geplant sind auf dem Areal ferner acht bis zehn Autoparkplätze und eine Bushaltestelle. Kaufinteressenten können sich bei der Ortsvorsteherin melden.