Der Kindergarten in Döggingen wird in diesem Jahr in südlicher Richtung erweitert. Die Stadt Bräunlingen investiert dafür rund 1,6 Millionen Euro. Foto: Rainer Bombardi

Der Kita-Anbau kann zwar kommen, dennoch gab es seitens den Dögginger Ortschaftsräte auch Kritik – vor allem wurde die mangelnde Planung für einen Aufzug moniert. Mit einem Baustart werde etwa ab Juli gerechnet.

Ganz zufrieden sind die Ortschaftsräte mit den Plänen zur Erweiterung des katholischen Kindergartens St. Marien nicht: Der Ortschaftsrat verband daher jüngst seine Zustimmung zu der Planung mit der Bitte, den geplanten Eingang auf der nordöstlichen Seite auf die bereits bestehende Eingangsseite im Westen zu verlegen.

 

Zudem hielt er aufgrund eines Personalbestands von bis zu 18 Mitarbeitenden die Ausweisung weiterer Stellplätze für dringend erforderlich.

Der Ortschaftsrat bezeichnete den abfallenden Zugang im Nordosten vor allem bei Glätte im Winter als suboptimal, für die Ausweisung möglicher weiterer Stellplätze schlug er den Platz an der Kirche vor.

Investition von 1,6 Millionen Euro „nicht selbstverständlich“

Zudem bedauerte das Gremium, dass der Gemeinderat vorab der Erweiterungsplanung zugestimmt hatte, ohne zuvor den Ortschaftsrat angehört zu haben. „Uns bleibt nur noch die Kenntnisnahme“, bemängelte Ortschaftsrätin Gisela Kanitz. Ratskollege Christian Stark berichtete von einer sachlich geführten Diskussion im Gemeinderat mit einem Beschluss, der in einer Kompromisslösung mündete. Er hob hervor, dass eine Gesamtinvestition von 1,6 Millionen Euro in Döggingen für eine Kindergarten-Erweiterung auf zwei Krippen- und drei Regelgruppen nicht selbstverständlich sei. Zudem erinnerte er daran, dass Kindergartenleiterin Michaela Welte den nun beschlossenen Planungsentwurf unterstützt.

Auf Lift wird verzichtet

Nicht nachvollziehbar war für das Gremium der Verzicht auf einen Aufzug, der im Erweiterungsgebäude einen behindertengerechten Zugang zur oberen Etage ermöglichen würde. Dort sind der Speiseraum und das Personalbüro vorgesehen. Der Ortschaftsrat war sich deshalb einig, dass es nicht allzu lange dauern werde, bis die ersten Forderungen nach einem Lift aufkommen. Der mit der Planung der Erweiterung beauftragte Bernhard Streit von der gleichnamigen Architekturschmiede verwies darauf, dass er im Bereich des Treppenaufgangs ausreichend Freifläche für die nachtägliche Ausstattung mit einem Personenlift vorgesehen hat.

Pfarrhaus als Übergangslösung?

Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher ging davon aus, dass die Baugenehmigung für die Erweiterung bis Ende Juni eintrifft und der Baustart Anfang Juli erfolgt.

Bezüglich der Inbetriebnahme im Erweiterungsbau erinnerte er daran, dass die Genehmigung für die aktuelle Containerlösung im August 2025 ausläuft. Derzeit werde mit der Seelsorgeeinheit geklärt, das leerstehende Pfarrhaus während der neunmonatigen Bauphase als Übergangslösung zur Unterbringung von anderthalb Gruppen zu nutzen. Hierfür sei es erforderlich, das Gebäude im Vorfeld kindergartentauglich zu sanieren. Die Antwort der Seelsorgeeinheit Auf der Baar bezüglich einer möglichen Zwischennutzung stehe noch aus. Pfarrer Norbert Nutsugan werde sich diesbezüglich bei der Ortsverwaltung melden.

Im Vorfeld präsentierte Bernhard Streit den Erweiterungsplan für den Kindergarten, der in seiner finalen Lösung in eine Aufstockung mündete. Aus energetischen Gründen ist der komplette Austausch der Fenster vorgesehen. Ein Leiterbüro, ein kleines Zimmer für Elterngespräche und ein Bewegungs- und Geräteraum seien ebenfalls geplant. In der neuen Einrichtung gibt es Platz für drei Gruppen für Kinder über drei Jahre und zwei Krippengruppen.

Mehr Plätze

Die Kita-Erweiterung:
Die bauliche Erweiterung des katholischen Kindergartens St. Marien in Döggingen erhöht die Zahl der Betreuungsplätze auf 75. Aufgeteilt werden diese dann in drei Regelgruppen und 20 Kinder haben Platz in zwei Krippengruppen. Aktuell gibt es dort zwei Mischgruppen für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren und eine Krippengruppe sowie eine altersgemischte Gruppe.