Dietingen plant den Anschluss an die Rottweiler Kläranlage.Archiv-Foto: Schmidt Foto: Schwarzwälder Bote

Rat: Gemeinde bringt Einwände zu "Hängebrücke" ein / Anbindung an die Kläranlage Rottweil in Planung

Mehrere Informationen zu unterschiedlichen Themen hatte der Dietinger Ortsvorsteher Klemens Schmid in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats mitzuteilen.

Dietingen. Zunächst informierte Schmid die Gremiumsmitglieder über die Einteilung der Lostöpfe zur Vergabe der Bauplätze im Baugebiet "Dietingen Mitte II". In der nicht öffentlichen Sitzung am 7. Juni wurde beschlossen, dass einheimische Bewerber, die bereits ein Gebäude in Dietingen besitzen, nicht an der Verlosung teilnehmen dürfen. Als einheimische Bewerber werden dabei laut Schmid die Bewerber aus allen fünf Ortsteilen betrachtet.

Bei der Vergabe wurden nun vier Lostöpfe gebildet: für Einheimische oder Rückkehrer, die als Bewerber seit mehr als einem Jahr vorgemerkt sind (zwölf Lose für 14 Bewerbungen); Einheimische oder Rückkehrer die über längere Zeit in der Gemeinde arbeiten und wohnen (acht Lose für elf Bewerbungen); zuziehende Bewerber von außerhalb (fünf Lose für 45 Bewerbungen) und Ersatzlose für Bewerbungen aus den ersten drei Gruppen – je nachdem, wie viele Lose zurückgegeben werden.

Koordinierende Aufgaben

Beim Thema Ferienprogramm entschied sich das Gremium nach einer kurzen Diskussionsrunde dagegen, in diesem Sommer einen Programmpunkt als Ortschaftsrat anzubieten. Angeregt hatte es Alexander Ettwein: Er hatte vorgeschlagen, mit den Kindern eine Wanderung um das Wildschweingehege durchzuführen, eventuell mit einer Führung durch den Förster, der die Fragen der Kinder beantworten könnte.

Die Ortschaftsräte zeigten sich angesichts der Kurzfristigkeit und der Corona-Vorgaben eher skeptisch. Der allgemeine Tenor: Organisatorisch wird es eine Herausforderung sein.

Bürgermeister Frank Scholz animierte die Räte stattdessen, im kommenden Jahr in erster Linie koordinierende Aufgaben zu übernehmen, Vereine und Privatpersonen anzusprechen und abzufragen, ob diese Ferienprogrammpunkte beisteuern könnten.

Der Anschluss von Dietingen an die Rottweiler Kläranlage war ebenfalls Thema in der Sitzung. Hier wurde das Gremium informiert, dass Dietingen 31,5 Prozent der Kosten zu tragen hat, wenn das Vorhaben realisiert wird. Das sind rund 30 000 Euro. Für die Arbeiten werden keine privaten Flächen benötigt.

Synergieeffekte möglich

Auf die Frage aus dem Gremium, ob in diesem Zuge auch die Gasleitung nach Dietingen verlegt werden kann, informierte Bürgermeister Frank Scholz, dass über das Thema ebenfalls verhandelt wird. Noch sei es zu früh, solche Entscheidungen zu treffen, betonte er. In einem oder anderthalb Jahren werde aber der Zeitpunkt kommen, an dem man solche Synergieeffekte nutzen könnte. "Das kann man aber erst sehen, wenn die Planung etwas vorangeschritten ist", so Scholz.

Kreisverkehr angestrebt

Zum Verfahren "Hängebrücke" hat die Gemeinde Dietingen Einwände vorgebracht, informierte der Ortsvorsteher weiter. Aus Sicht der Verwaltung soll die Verkehrsführung verbessert werden, da mit der Errichtung der Hängebrücke ein erhöhtes Verkehrsaufkommen erwartet wird.

Kritisch seien dabei der Bereich beim Gasthof "Seehof" für die Linksabbieger sowie die Einmündung in die Bundesstraße, so Schmid. Im Bereich der Bundesstraße sollte aus Sicht der Gemeinde ein Kreisverkehr angestrebt werden.

Bauhof reagiert schnell

Ein weiterer Punkt war die Schlaglöcher-Thematik. Hier lobte Schmid, wie schnell der Bauhof auf Meldungen der Bürger reagiert und Missstände beseitigt. Ein Rückschnitt sei vor kurzem an der Ausfahrt vom Postplatz in die Böhringer Straße erfolgt, was der besseren Sicht dient. "Durch den Bewuchs ist die Stelle unübersichtlich. Da muss man überlegen, ob man die Hecke nicht ganz wegnimmt", meinte Schmid.

Angesprochen wurde von Martin Oehler die Beleuchtung der Lehrstraße bis zum Kindergarten ("zu dunkel"). Bettina Baur erkundigte sich, ob die Sirenen in Dietingen noch intakt sind – denn nicht alle Mitbürger hätten Warn-Apps auf ihren Handys. Die Sirenen seien funktionstüchtig, versicherte der Bürgermeister.

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