Kinder, die sich zwischen Autos verstecken, und ein Busfahrer, der weit ausholen muss – immer wieder kommt es bei der Böhringer Bushaltestelle Rathaus zu unübersichtlichen Situationen. Durch eine Verkehrsschau sollen bald mögliche Maßnahmen besprochen werden.
„Die Busssituation ist immer wieder Thema, schon als wir noch zur Schule gegangen sind“, erklärte Böhringer Ortsvorsteherin Martina Stier in der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Neben überfüllten und zu kleinen Bussen sei vor allem die Situation an der Bushaltestelle Rathaus problematisch, verkündete Stier.
Immer wieder komme es an dieser Stelle zu unübersichtlichen Situationen, teilweise mit Selbstgefährdung, sagte die Ortsvorsteherin. Grund seien die dort befindlichen Parkplätze sowie die anliegende Seitenstraße. Dabei handle es sich um die Hauptzusteigestelle für Schüler und Kindergartenkinder, die aus Rotenzimmern herkommen, so die Ortsvorsteherin. Die Parkplätze verleite die Kinder zum Spielen und verstecken.
Stier lobte in diesem Zusammenhang das besonders rücksichtsvolle Verhalten der Autofahrer, die die Stelle allesamt im Schritttempo passieren.
Bemühen um Sicherheit
Zwar sei dies eine öffentliche Bushaltestelle, Personen, die warten, tun dies folglich in Eigenverantwortung, „aber wir als Ortschaftsrat wollen Sicherheit und gute Abläufe, und keiner will, dass was passiert“, erklärte Stier. Entsprechend bemüht sich Stier nach eigenen Angaben schon seit längerer Zeit um Unfallprävention und habe bereits 2022 Kontakt mit der Dietinger Grundschulrektorin Brigitta Köhnen aufgenommen.
Sie habe Köhnen die Situation geschildert, woraufhin diese die Thematik in ihren Unterricht eingebaut habe. Auch besuche die Polizei die Schule regelmäßig, um die Situation zu erläutern.
Verkehrsamt ist angefragt
Weiterhin wurde überlegt, einen Einbahnverkehr an der Stelle zu errichten, um die Situation übersichtlicher zu gestalten. Eventuell könne es auch ein Parkverbot an bestimmten Teilen der Bushaltestelle geben. Durch manche geparkten Fahrzeuge sei der Busfahrer gezwungen, weit auszuholen.
Aber diese Themen müssten in der Verkehrsschau besprochen werden, so Stier, die beim Verkehrsamt bereits angefragt sei. Der Ortsverwaltung habe dazu keine Handhabe. Man müsse bis Herbst abwarten, was dabei rauskomme, und dann sehen, wie weiterverfahren werden könne, teilte die Ortsvorsteherin mit.
Viele Leute denken mit
Dem Elternbeirat des Kindergartens und der stellvertretenden Leitung des Kindergartens sei es ein Anliegen, die Parksituation umzulenken, sprich Erzieher, die an dieser Stelle parken, sollen an anderer Stelle parken. Durch weniger parkende Fahrzeuge am betroffenen Platz entstünden weniger Gefahrensituationen, wenn Kinder sich zwischen den Fahrzeugen befinden, erklärte die Ortsvorsteherin. „Es machen sich viele Leute Gedanken, und man wird auf jeden Fall etwas verändern“, versicherte Stier.