Das Backhaus neben dem Bittelbronner Rathaus in der Schwarzwaldstraße ist stark sanierungsbedürftig. Foto: Birgit Fechter

Die Stadt Haigerloch möchte ihre vier Backküchen aufgeben – in Bittelbronn hingegen zeichnet sich eine besondere Lösung ab – aber auch andere Dinge waren Thema im Ortschaftsrat.

Die dortige Backfrau, so berichtete Ortsvorsteher Gerd Klingler am Mittwoch im Ortschaftsrat, habe ihre Bereitschaft signalisiert, den Backbetrieb auf eigene Kosten und Verantwortung weiter zu führen. Selbst einen Kauf des Gebäudes für einen symbolischen Preis habe sie schon erwogen. Eigentlich eine gute Sache, meinte Klingler.

 

Im Gremium wurde der Vorschlag lebhaft diskutiert. Soll man das Gebäude wirklich aus der städtischen Hand geben?, lautete ein Einwand. Zumal die Backküche nur einen Teil im Gebäudes direkt neben dem Rathaus einnimmt. Das Häuschen sei stark sanierungsbedürftig und seine Zukunft somit ungewiss.

Weitere Wasserleitungen in der Imnauer Straße werden erneuert

Außerdem sei es fraglich, ob sich für die Backfrau der Einsatz lohne, wenn sie die Betriebskosten selber tragen müsse. Beim Backen in Bittelbronn betrug der Abmangel pro Brot für die Stadt Haigerloch bisher 4,25 Euro. Klingler will der Stadt nun vorschlagen, dass das Gebäude in städtischer Hand bleibt und die Backfrau den Betrieb auf eigene Kosten führt.

Aus einem Ärgernis kann auch etwas Positives erwachsen: In der Imnauer Straße gab es, wie in der Vergangenheit in diesem Abschnitt schon öfters, kürzlich wieder einen Wasserrohrbruch.

Ein Teil der Leitungen in der Imnauer Straße wurde bereits erneuert; nun sollen noch in diesem Jahr die Trinkwasserleitungen mit Hausanschlüssen auf einem weiteren Teilstück von etwa 70 Metern im Bereich der Schadstelle erneuert werden. Dies erklärte Bauamtsleiter Schluck in der Sitzung. Derzeit befinde man sich noch im Gespräch mit den Anliegern.

Auch das Thema Urnenstelen auf dem Bittelbronner Friedhof hat Ortsvorsteher Klingler in der Sitzung angesprochen. Im Haushalt 2025 der Stadt ist der Posten nicht eingestellt, worüber er persönlich aber nicht traurig sei.

Kein Tempo 70-Schild an der Kreisstraße und auch kein Parkverbot am Bürgerhaus

Mit den Urnenrasengräbern gebe es in Bittelbronn pflegefreie Bestattungsformen, und es habe bisher auch nur eine Nachfrage wegen einer Bestattung in einer Stele gegeben. Bauamtsleiter Schluck berichtete, Stelen seien allgemein rückläufig.

Heutzutage gebe es die Möglichkeit, ein Urnengrab an einem Baum einzurichten: Dabei kommen die Urnen direkt in die Erde und darauf wird eine Plakette mit einer Nummer platziert.

Der Name des Verstorbenen werden auf einer Tafel veröffentlicht, in deren Bereich auch Blumen abgelegt werden könnten. Ende des Jahres liegen vermutlich die Kalkulationen über die Kosten der Bestattungsformen vor.

Bei der jüngsten Verkehrsschau wurde ein Tempo 70-Schild an der B 463 an der Einmündung der Kreisstraße 7120 nach Bittelbronn erneut abgelehnt, sagte Klingler. Eine Begründung liege ihm noch nicht vor. Ebenso abgelehnt habe die Verkehrsschau ein angestrebtes Parkverbot im Bereich des Bürgerhauses.