Welcher Ortsteil bekommt das nächste Rangendinger Neubaugebiet? Bürgermeister Manfred Haug nahm Stellung.
Relativ groß war das öffentliche Interesse an der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Bietenhausen. Das lag wohl daran, dass Ortsvorsteherin Marion Kelm zwei Referenten von der Rathausspitze zu Gast hatte.
Rangendingens Bürgermeister Manfred Haug und Bauamtsleiter Jürgen Dieringer berichteten darüber, wie es mit der Wohnbauentwicklung in der Gesamtgemeinde weitergehen soll. Jetzt ist Bietenhausen an der Reihe.
Bietenhausen an der Reihe
Eine Botschaft des Bürgermeisters, die man im Ortschaftsrat gerne hörte, lautete: „Das nächste Wohnbaugebiet kommt auf jeden Fall nach Bietenhausen. Das nicht, um Gutsle zu verteilen, sondern weil die Gemeinde in diesem Teilort beim Grunderwerb und bei der Planung schlichtweg am weitesten fortgeschritten sei.
Nordwestlicher Ortsrand
„Hanfländer“ heißt das vorgesehene Areal am nordwestlichen Ortsrand. Für dieses mögliche Baugebiet gibt es schon etwas in die Jahre gekommene Skizzen, die jetzt aktualisiert und verfeinert ausgearbeitet werden sollen.
Bebauungsplan Mitte 2026
„Wir wollen bis Mitte nächsten Jahres die Bebauungsplanung fertig machen“, erklärte Bürgermeister Haug. „Dann sind schon mal die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen.“
Zahl der Bauplätze
So wird man wissen, wie viele Bauplätze auf dem rund 1,5 Hektar großen Gebiet möglich wären. Auch die Frage, ob es ausschließlich Einfamilienhäuser oder auch Geschosswohnungsbau gibt, soll bis dahin geklärt sein.
Erschließung offen
Das heißt freilich noch längst nicht, dass alsbald die Bagger für die Erschließungsarbeiten anrücken werden., im Gegenteil: Derzeit, wurde deutlich, ist ein Bedarf an neuen Bauplätzen so gut wie nicht vorhanden. Haug stellte klar: „So lange es keine Nachfrage gibt, gibt es auch kein Baugebiet.“
Kassenlage angespannt
Der Rathauschef verwies auf die finanziell angespannte Lage der Gemeinde: „Schon weil das Geld knapp sei, „machen wir nur Dinge, die refinanziert werden können“. Für diese Position erntete Haug auch im Bietenhausener Ortschaftsrat Verständnis.
Innerorts vor außerorts
In Bietenhausen gilt wie anderswo: Innenentwicklung geht vor Außenentwicklung. Im Dorf an der Starzel gibt es eine ganze Reihe innerörtlicher Baulücken – teils im Gemeindebesitz, teils in privatem Eigentum – die zuerst geschlossen werden sollten, bevor man auf der grünen Wiese neu umgräbt.
Einwohnerzahl halten
Das wäre jedenfalls der Wunsch der Gemeindeverwaltung, die sich freilich einer weiteren Entwicklung ihrer Teilorte nicht verschließen will. Sowohl Höfendorf als auch Bietenhausen haben derzeit jeweils um die 500 Einwohner. „Und diese Zahl wollen wir auch halten“, bekräftigte Haug.
Zeitplan offen
Unterm Strich ist es gut möglich, dass noch ein paar Jahre ins Land ziehen, bis ein Baugebiet „Hanfländer“ Realität wird. Betont haben Haug und Dieringer aber, dass Bietenhausen als erster Teilort zum Zuge kommen doll.
Flächenerwerb
In Höfendorf, sagte der Bürgermeister, seien weitere Baulanderschließung allenfalls punktuell möglich. Und in der Kerngemeinde seien dort, wo ein Neubaugebiet möglich wäre, noch längst nicht alle benötigten Flächen im Eigentum der Gemeinde.
Deshalb gebe es momentan nicht die Absicht, in Rangendingen tätig zu werden. „Innenentwicklung“, so Haug, „hat hier klare Priorität“.