In Welschensteinach hat das Gremium über mögliche Maßnahmen für den Haushalt des kommenden Jahres beraten.
Der Ortschaftsrat diskutierte in seiner Sitzung am Mittwochabend, welche Maßnahmen im kommenden Jahr umgesetzt werden sollten. Diese Wunschliste wird der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen einfließen lassen.
Viele Projekte, die Ortsvorsteher Xaver Rockenstein vorstellte, stehen schon seit mehreren Jahren auf der Liste, wurden aber immer wieder verschoben.
Und auch in diesem Jahr droht bei den Haushaltsberatungen wieder der Rotstift, wie Rechnungsamtsleiterin Petra Meister deutlich machte: „Alles steht unter dem Vorbehalt, dass es finanzierbar sein muss. Wir kriegen unmöglich alles durch. Allein die Sanierungsprojekte füllen den Finanzplan bis 2029/2030 aus.“
Spielplatz Talstraße ist der größte Ratswunsch
So strich der Ortschaftsrat einige Projekte von sich aus, in der Hoffnung, dass zumindest die drängendsten umgesetzt werden können. Bereits von der Verwaltung vorgesehen ist die Planung des Lückenschlusses für einen durchgängigen Fuß-und Radweg zwischen dem Allmendweg und dem Fuß- und Radweg im Mühlsbach.
Geplant ist, dass eine Planungsrate in Höhe von 20 000 Euro in den Haushalt aufgenommen wird. Rockenstein hofft, dass die erforderlichen Grundstücksgespräche bis zum Frühjahr abgeschlossen sind und dann entsprechende Pläne erarbeitet werden können. Ziel ist, einen Förderantrag zu stellen. Voraussichtlich sei der Radwegebau mit bis zu 50 Prozent zuschussfähig.
Hinzu kommt die Planung und Umsetzung des Spielplatzes in der Talstraße, wofür 220 000 Euro veranschlagt werden. Der Betrag könne aber erst genauer eingegrenzt werden, wenn die Planung abgeschlossen ist, schilderte Meister. Hinzu komme dort wie vorgeschrieben ein Ballfangnetz für 50 000 Euro.
Sie habe außerdem die Fortführung der Mauerabdeckung für die Friedhofsmauer zum Schutz vor eindringendem Wasser mit Absturzsicherung bis zum Treppenabgang (circa 10 000 Euro) vorgesehen. In einem Klassenzimmer der Grundschule soll der Boden erneuert werden und die Stützmauer im Bereich des Treppenaufgangs zum Friedhof erneuert werden.
Investiert werden soll auch in den Kinzigtalsteig. Durch das Tourismusinfrastruktur-Programm sei eine 65-prozentige Förderung beispielsweise für Sitzgelegenheiten, Aussichts- und Fotopunkte zu erwarten.
Die Brücke über den Welschensteinacher Talbach im Bereich Talstraße 31 weise starke Schäden auf. Meister will versuchen, die Reparatur als Unterhaltungsmaßnahme laufen zu lassen.
Die Liste an möglichen Projekten ist lang
Zusätzlich zu diesen Maßnahmen stehen auf der Wunschliste des Ortschaftsrats (die am höchsten priorisierten Projekte kommen zuerst): der Austausch der Fenster im Raum der verlässlichen Grundschule im alten Rathausgebäude (circa 27 000 Euro), griffsichere Handläufe an den Treppen vom Platz der Freundschaft bis zum Eingangsbereich der Grundschule sowie am Treppenabgang zu den Jugendräumen, die Sanierung einer Lehrertoilette im Grundschulgebäude (circa 10 000 Euro), die Sanierung der WC-Anlagen für die Schüler (circa 20 000 Euro), die Befestigung der Natursteinfliesen auf dem Friedhof (circa 2000 Euro), die Mauerabdeckung am Narrenplatz (circa 12 000 Euro Materialkosten), W-Lan für die Allmendhalle, insgesamt zwölf diebstahlsichere Fahrradabstellmöglichkeiten an Grundschule und Allmendhalle, eine Smartbank auf dem Platz der Freundschaft als Ladestation für E-Bikes (65 Prozent Landesförderung möglich) sowie der Austausch der Bühnenstrahler der Allmendhalle (Ansatz: 25 000 Euro).
Streichkonzert des Ortschaftsrats
Gestrichen haben die Räte den Antrag auf Austausch der restlichen Straßenbeleuchtung (entlang des Fuß- und Radwegs zwischen Steinach und Welschensteinach auf LED). Petra Meister hatte angeregt, darauf zu warten, welche Lösungen sich in anderen Gemeinden bewähren. Einem Antrag Alexander Kerns (Grüne), die Brücken auf der Gemarkung überprüfen zu lassen und einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, gaben die Räte nicht statt. Den Handlungsbedarf sahen alle, es gab aber Bedenken zur Finanzierbarkeit. „Das Brückengutachten herauszunehmen, weil man Angst hat, dass etwas herauskommen könnte, durch das wir Geld ausgeben müssen, halte ich für falsch“, merkte Kern an.