Ob entspannen auf Ruhebänken, Neues zum Gerätehaus oder Buntes im Tunnel – im Oberndorfer Teilort hat sich jede Menge getan, zeigt Frank Ade auf – aber einen Haken gibt es.
Zu seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel hatte der Ortschaftsrat Aistaig am Mittwochabend ins evangelische Gemeindehaus eingeladen, um zusammen mit den Bürgern das ablaufende Jahr ausklingen zu lassen.
Ortsvorsteher Frank Ade konnte neben vielen Bürgern, Vertretern der Vereine und Institutionen auch Bürgermeister Matthias Winter und die Erste Beigeordnete Dilek Akdeníz im weihnachtlich geschmückten Gemeindehaus begrüßen. Von einem arbeitsreichen Jahr, in dem man wieder viel bewegt habe, sprach der Ortsvorsteher und präsentierte eine lange Reihe von Maßnahmen, die den Ort attraktiver gemacht hatten.
Vom Auto- zum Gerätehaus
So konnte er von der Neugestaltung des Eingangs am Friedhof berichten, der nicht nur barrierefrei ausgebaut wurde, sondern sich in einem völlig neuen Bild zeigt. Mit weiteren Ruhebänken versehen sei es ein schöner Platz der Ruhe und Besinnung geworden. Die Turnhalle erhielt einen neuen Anstrich, die Decken im Foyer wurden erneuert, und auch die beiden von den Vereinen lange geforderten WLAN-Hotspots wurden eingerichtet.
Auch in Sachen Gerätehaus für die Feuerwehr hat sich im nun ablaufenden Jahr einiges getan. Die Stadt hat mit dem ehemaligen Autohaus Rall in der Stuttgarter Straße ein geeignetes Gelände erworben, um einen Neubau realisieren zu können. Auch ein neues Fahrzeug für die Aistaiger Wehr konnte Ade in Aussicht stellen.
Neuer Kurt-Esslinger-Platz
Bei einem visuellen Rundgang durch die Bahnunterführung erlebten die Besucher, was aus dem einst tristen Tunnel geworden ist. Der Künstler Konstantin Viktor Müller hat hier mit seiner Graffiti-Kunst ein wahres Meisterwerk erschaffen. Zusammen mit den bereits von den Schulen und der Jugendkunstschule Kreisel dekorierten Wänden kann man mit Fug und Recht von einer Aistaiger Kunstmeile sprechen.
Frank Ade ging auf die Einweihung des Kurt-Esslinger-Platzes im Wiesental ein und versprach auch, dass die von Bürgermeister Matthias Winter anlässlich von „50 Jahre Gesamtstadt Oberndorf“ gespendete Roteiche einen Platz vor dem Vereinsheim finden wird. In diesem Zusammenhang gab es ein Dankeschön für Andrea Kühne, die beim Fassadenslam auf dem Schuhmarkt mit ihrer gelungenen Präsentation Aistaig sehr gut dargestellt hatte.
Umstellung bei Bahnübergang
Ortsvorsteher Ade musste an diesem Abend Karin Hils verabschieden, die ihre Arbeit im Aistaiger Rathaus beendet hat. Karin Hils sei eine große Unterstützung gewesen und habe sich weit über ihr Aufgabenfeld hinaus für die Belange der Bürger, der Vereine und des Ortes engagiert, sagte der Ortsvorsteher. Er lobte die gute Zusammenarbeit und überreichte der guten Seele vom Rathaus einen Blumenstrauß.
In seinem Ausblick auf die kommenden Jahre sprach Ade auch die Gäubahn an, die wohl auch im Bereich Aistaig zweigleisig ausgebaut werden soll. Dies werde einschneidende Folgen für die Gemeinde habe, falle doch dann der Bahnübergang weg, was für die Bürger eine große Umstellung und Beschwernisse bringen werde. Ade lobte das Ehrenamt und erinnerte nochmals an den Ehrenamtstag in der Klosterkirche, an dem der Jugendclub und das Brunnenteam vom Bürgermeister geehrt worden seien.
Dank aus der Bürgerschaft
Zum Ende seiner Ausführungen bedankte sich Ade bei vielen Aistaiger Bürgern, die sich im vergangenen Jahr für den Ort eingebracht hatten. Die früher übliche Flasche Wein gab es allerdings nicht, dafür wurden die Kindergärten und die Grundschule mit einer Spende bedacht.
Ortschaftsrat Gernot Pfau dankte Ade für sein Engagement und die gute Zusammenarbeit und fasste zusammen: „Du machst mehr als Du musst“. Gerhard Jackl hatte Dankesworte der Vereine mitgebracht und lobte den guten Kontakt mit dem Ortschaftsrat.
Bürgermeister Matthias Winter ging auf den Wirtschaftsstandort Oberndorf und die Haushaltslage ein und lobte einmal mehr das Ehrenamt, das in der heutigen Zeit besonders wertvoll und deshalb hoch einzuschätzen sei. Er sprach die großen Investitionen in den kommenden Jahren, wie beispielsweise den Hochwasserschutz, die Neckarhalle oder auch das Freibad an und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat.