Ortsbegehung mit Bürgermeister Carsten Vogelpohl (Zweiter v.l.): Die Rathaussanierung schreite zeitlich gut voran, hieß es. Foto: Ines Bode

Um neue gute Nachrichten und altbekannte Probleme ging es bei der jüngsten Begehung mit Bürgermeister Carsten Vogelpohl. Mit dabei waren Einwohner, Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofs sowie Gemeinderäte.

„Unsere Großbaustellen liegen im Zeitplan“, teilte Vogelpohl zu dem Anlass mit, der wegen überschaubarer Beteiligung zu einem Treff am Rathaus mit regem Austausch wurde. Als „sehr erfreulich“ bezeichnete der Bürgermeister den Fortschritt der drei großen Projekte.

 

Rathaussanierung

In Sachen Sanierung des Rathauses werde der Rohbau des Anbaus in Angriff genommen. In zwei Monaten starten die Arbeiten zum Gießen der Bodenplatte. Zur Nachfrage, ob die Giebel bleiben, meinte er, vieles der alten Substanz bleibe allein schon aus Kostengründen. Die Dachgaube mit den drei Fenstern indes werde erneuert und außerdem vergrößert. Vogelpohl erwähnte eine schriftliche Anfrage eines Bürgers, der die Bänke im begrünten Bereich hinter dem Rathaus vermisse, die wegen der Baustelle verschwanden. „Zeitnah“ würden Bauhof-Mitarbeiter eine „mobile Bank“ aufstellen, hieß es.

Kurpark

Planmäßig gestalten sich weiter die Maßnahmen am Weiher im Kurpark. Der Teich sei ausgeschachtet worden und es habe keine unangenehmen Überraschungen gegeben. Der Park entpuppte sich als ergiebiges Thema. Eine Anwohnerin drehe zweimal am Tag mit ihrem Vierbeiner eine Runde, wie sie erzählte. Die gärtnerische Gestaltung entspreche nicht immer ihrem Geschmack. Der Rathauschef merkte mehrfach an, die Ansichten dazu seien verschieden.

Einig war man sich dafür beim Problem, dass „Radfahrer auf E-Bikes und E-Scootern durch den Park düsen“. Generell herrsche Fahrverbot, Räder müssten geschoben werden. Kleine, alte Schilder weisen darauf hin. „Es werden immer mehr Radler“, befand die Anwohnerin. Weiter diene eine Bank sichtlich als Treffpunkt, wie Flaschen und Müll bezeugen. Bauhof-Mitarbeiter entsorgen regelmäßig den Unrat, hieß es.

Ortsgestaltung

Zur Erneuerung der Ortsgestaltung gehe es in einer nächsten Gemeinderatssitzung um Vorschläge für das kommunale Entwicklungskonzept, um Förderanträge für besonderen Handlungsbedarf zu stellen. Vieles entspreche nicht mehr den Anforderungen, etwa im Straßenverkehr, zu nennen den Kreuzungsbereich am Rewe-Markt. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir mit der Geschwindigkeit umgehen“, sagte Vogelpohl. Dazu beitragen werde eine Verkehrsschau, nach zwei Jahren in dieser Woche abgehalten.

Kritisch sehen Bürger die Situation am Bahnhof, etwa die schmale Einfahrt zum Parkplatz nahe Kirche sowie die dortige enge Kurve unter der Bahnlinie. Um Verbesserungen für Radfahrer bemühe sich „Nemo“, das Netzwerk für Mobilität, hieß es. Ein Bereich am Bahnhof solle Stellplätze, Ladesäulen und mehr gewährleisten.

Gesundheitszentrum

Auf der Zielgeraden befinde sich als dritte Baustelle der Neubau des Gesundheitszentrums. Wohl im Juli, aber auf jeden Fall vor der Sommerpause, soll es eröffnet werden. Ab Oktober nimmt die Praxis des Allgemeinarzts ihren Dienst auf.

Müll

Die Sprache kam auf die jüngste Müllsammelaktion mit Bürgern und Rathausmitarbeitern. Sternförmig ist ein gutes Dutzend Müllsammler ausgeschwärmt. Gefunden wurden in erster Linie Zigarettenkippen. Beklagt wurden zudem Müllablagerungen am Glascontainer und an der „Bogenstelli“ unter der Eisenbahnbrücke nahe der Markus Ruf-Straße. Ein „unglaublich rücksichtsloses Verhalten“, wie Vogelpohl betonte.