Beim Ortsbegang durch die Kernstadt wurde den Meßstetter Gemeinderäten klar: Sie werden in Festhalle und Bauhof investieren müssen.
Auch mit dem Thema Investitionen befassten sich die Gemeinderäte jüngst beim Ortsbegang durch die Meßstetter Kernstadt. In der Festhalle ging es vor allem um die akustische und lichttechnische Ausstattung. Einzelne Vereine hatten bereits Kritik an der Musikanlage und Bühnenbeleuchtung geübt.
Die Akustik sei laut Uwe Sessler, Fachmann für Sound- und Licht, bei richtiger Handhabung zufriedenstellend. Das Lichtsystem hingegen sei veraltet – das wurde auch den Kommunalpolitikern bei einem Blick nach oben schnell klar: Vor der Bühne hingen vier antiquierte Scheinwerfer an einem kleinen Gerüst.
Hausmeister Dieter Schuler hingegen plagt ein ganz anderes Problem: das reguläre Deckenlicht. Die Glühbirnen dfür würden mittlerweile gar nicht mehr produziert – das Deckenlicht stammt aus dem Jahr 1987. Zwar konnten ein paar Restposten gesichert werden – allerdings zu hohen Preisen, berichtete der Hausmeister.
Hier muss etwas passieren – da waren sich Verwaltung und Gemeinderäte einig. Spontan erteilte Bürgermeister Frank Schroft Schuler den Auftrag, von Experte Uwe Sessler eine finanzielle Einschätzung für ein Pauschalangebot „Ton und Licht“ einzuholen.
Investieren muss die Stadt wohl auch in die Werkstatt beim Bauhof. Hier zeigte dessen Leiter Michael Mayer auf, wo überall der Schuh drückt. Zum Beispiel in der Garage, in der die städtischen Fahrzeuge repariert und instand gehalten werden. Die wurde 1986 in Betrieb genommen; nun geht den Unimogs, die über die Jahre immer größer geworden sind, darin der Platz aus. Ein aktuelles Exemplar, so Mayer, sei kaum noch darin unterzubringen; zwischen Decke und Führerhaus – das man umklappen können müsse, um an den Motor zu kommen – passe kein hohes Sprudelglas mehr hinein.
Vieles könnte man selber machen
Die Folge: Viele Arbeiten müssen fremdvergeben werden; dabei könnten sie eigentlich auch in der Werkstatt erledigt werden. Das würde aus Sicht der Stadtverwaltung jede Menge Zeit und Geld sparen. Selbermachen koste lediglich ein Viertels des Geldes, das man bezahle, wenn man ein Fahrzeug in den Fachbetrieb bringe, rechnete Bauhofleiter Mayer vor.
Eine Nach-und-nach-Stückelei, so Stimmen aus dem Gemeinderat, sei hier nicht angebracht. Auch Stadtbaumeister Claus Fecker plädierte dafür, das Bauhof-Thema konzeptionell angehen zu wollen.