Die Gemeinde Tuningen rutscht beim Ort-Check einige Plätze nach unten. Foto: Simone Neß

Sie liegt am östlichen Zipfel des Schwarzwald-Baar-Kreises, hat etwa 3000 Einwohner und erreichte beim zweiten Orts-Check Platz zehn mit 6,69 von zehn möglichen Punkten. Und damit rutschte Tuningen sieben Plätze nach unten im Vergleich zum Orts-Check im Herbst 2022.

Die Gemeinde Tuningen landet im Vergleich der Städte und Gemeinden in der Region auf dem zehnten Platz und rutscht damit sieben Plätze nach unten im Vergleich zum Orts-Check im Herbst 2022. Von den abgefragten Kategorien belegen hier sieben von 14 im internen Ranking einen überdurchschnittlichen Rang.

 

Top platziert ist das Thema Sauberkeit. Sport & Vereine und Lebensqualität folgen auf zwei und drei. Unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielen die Kategorien Sicherheit, Einzelhandel und der ÖPNV. Das Thema Gastronomie schneidet am schlechtesten ab.

Wenn es um das Thema Sauberkeit geht, dann haben die Bürger aus Tuningen wohl kaum Anlass zur Kritik, im Gegenteil. Mit 8,59 Punkten holte sich die Gemeinde ein Spitzenergebnis. Ähnlich spitze sieht auch das Ergebnis mit Blick auf das Angebot zur sportlichen Betätigung und die Aktivität der Sportvereine aus. 8,32 Punkte heißt es in dieser Sparte.

Hohe Lebensqualität

Immer noch sehr gut schneidet Tuningen ab, wenn es um das Thema Familienfreundlichkeit geht. 8,11 Punkte sind das Resultat. 7,83 Punkte springen in der Kategorie Lebensqualität heraus und auch die Gesundheitsversorgung wird mit 7,73 Punkten als ordentlich betrachtet.

7,28 Punkte erhält die Gemeinde in Bezug auf das Engagement in Sachen Klimaschutz und in Bezug auf den Stand der Netzabdeckung für Breitband/Internet, respektive Mobilfunk. In der Kategorie Senioren fährt die Gemeinde überdurchschnittliche 7,00 Punkte ein.

Wenn es um das Thema Sicherheit geht und die Präsenz der Polizei, liegt der Wert bei 6,56 Punkten, und damit bildet Tuningen exakt den Kreisdurchschnitt ab. Weiter nach unten geht der Wert, wenn es um das Angebot an Lebensmittelgeschäften und das Einzelhandelsangebot geht: 6,28 Punkte.

ÖPNV stellt nicht zufrieden

Wie auch in anderen Kreis-Kommunen sind die Bürger mit dem ÖPNV nicht zufrieden. Für die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und das Radwegenetz gibt es magere 5,89 Punkte. Im Kreis liegt der Wert bei 5,87. Dicht dahinter folgt der Immobilienmarkt mit 5,84 Punkten. Kreisweit liegt diese Sparte mit 5,46 Punkten auf dem letzten Platz.

Beim ÖPNV sehen die Bürger in Tuningen noch Verbesserungspotential. Foto: Simone Neß

Noch weiter nach unten geht es in der Kategorie Kultur und Freizeit. Hier erreicht Tuningen nur 5,67 Punkte. Der Kreisdurchschnitt liegt bei 6,31 Punkten. Der Straßenlärm nervt auch in Tuningen. Das bilden 4,84 Punkte ab.

Schlusslicht im internen Ranking ist die Gastronomie. Für das gastronomische Angebot wurden magere 3,70 Punkte vergeben, kreisweit schneidet diese Kategorie ähnlich schlecht ab: 5,77 Punkte und Platz zwölf.

Das sagt der Bürgermeister

Für Bürgermeister Ralf Pahlow kommt es nicht überraschend, dass die Gastronomie schlecht abgeschnitten hat. Die letzte Gaststätte habe wegen mangelnden Umsatzes ihre Pforten geschlossen. Ähnliche Gründe habe es für den einzigen Lebensmittler am Ort gegeben, so dass dieser letztendlich aufgegeben habe. Die Lärmbelästigung durch den Verkehr auf der nahen A 81, dies ist für Pahlow ein Thema, das er schon seit geraumer Zeit im Blick hat. Ein Lärmaktionsplan, so Pahlow im Gespräch mit unserer Redaktion, sei in Auftrag gegeben worden, mit dem Ziel eine Lärmschutzwand aufzubauen oder wenigstens mit anderen Lärmschutzmaßnahmen die Belastung zu senken.

Was den ÖPNV anbelangt, kann er die Bewertung nicht wirklich nachvollziehen. Es gebe gute Verbindungen nach Villingen-Schwenningen und abends einen Rufbus, zudem kommen Bürger auch gut nach Tuttlingen oder Trossingen.

Bestätigt fühlt sich der Tuninger Rathaus-Chef durch die gute Note in Bezug auf die Lebensqualität. Ein gutes sportliches Angebot spiele da sicherlich in die Bewertung mit hinein. Pahlow macht dies aber auch daran fest, dass Tuningen engagiert gegen die Wohnungsknappheit vorgegangen sei, neue Wohnungen wie neue Häuser seien gebaut worden. Lebensqualität macht er auch daran fest , dass Tuningen ideal liege, nah zum Oberzentrum, nah zum Bodensee.