Von 21 Kommunen wählen die Leser Sulz beim „Ortscheck-Ranking“ auf Platz 18. Während das Angebot an Vereinen hohe Bewertungen erhält, wird der Immobilienmarkt hingegen kritisch gesehen.
Über gut drei Wochen hinweg konnten Leser des Schwarzwälder Boten im großen „Orts-Check“ online abstimmen, was sie von ihrer Kommune halten.
Zu 14 unterschiedlichen Themenfeldern gab es Fragen, die man auf einer Skala von eins bis zehn bewerten konnte. In Sulz machten 335 Leser mit und gaben so Einblicke, wie sie das Leben vor Ort sehen.
Sportvereine vor Ort
Neben der zahlenmäßigen Bewertung konnten auch eigene Kommentare abgegeben werden, wovon 90 Personen auch Gebrauch machten.
Im Bereich von „Sport und Vereine“ waren das etwa die beiden Fragen „Wie gut ist das Angebot zur sportlichen Betätigung in Ihrer Stadt?“ und „Wie bewerten Sie die Aktivität der Sportvereine in Ihrer Stadt?“
Schlusslicht Immobilien
Auch über den Immobilienmarkt konnte anhand der Fragestellung „Wie bewerten Sie die Höhe der Mieten und der Kaufpreise“ sowie „das Wohnungsangebot in Ihrer Stadt?“ abgestimmt werden.
Während die Vereinslandschaft in Sulz mit 7,34 Punkten einen Spitzenwert einnimmt, ist es um Immobilien an der Neckarstadt nicht gut bestellt. Mit 4,81 Punkten liegen sie im Ranking ganz unten.
Lebensqualität und Einzelhandel
Als durchaus positiv wird die Sauberkeit der Stadt und ihrer Ortsteile bewertet (6,63), auch für Familie und Kinder ist nach Ansicht der Leser etwas geboten (6,47). Kriterien waren hierbei die Familienfreundlichkeit, Ausbildungsmöglichkeiten sowie Angebote für Kinderbetreuung.
Etwas schlechter hingegen wird die allgemeine Lebensqualität (6,28 ) gesehen, gefolgt von der Situation des Einzelhandels (6,17). Dabei wurde auch nach dem Angebot an Lebensmittelgeschäften gefragt.
Ärzte und Polizei
Weiter unten rangiert die Gesundheitsversorgung (5,70). Die Zahl der Arztpraxen sowie Möglichkeiten von wohnortnahen Gesundheitsdienstleistungen wie Reha, Physio oder Pflegediensten kommt hier zur Sprache.
„Es fehlen Fachärzte, auch zum Zahnarzt muss man auswärts fahren, das ist für Ältere und Behinderte sehr schwierig“, lautet ein Kommentar.
Bei der Sicherheit (5,64) geht es unter anderem um die Sichtbarkeit der Polizei vor Ort, der Verkehr (5,61) beschäftigt sich mit Lärmbelästigung und der Belastung durch Straßenverkehr.
Die Kultur ist abgeschlagen
„Die Innenstädte sollten mehr autofreie Bereiche aufweisen, um der Gastronomie mehr Möglichkeiten zu bieten, dass Gäste im Freien Sitzen können. Und das noch ohne Verkehrslärm. Café oder Restaurant direkt an der Straße mit Verkehrslärm lädt nicht zum Verweilen ein“, vereint ein Leser die Themenbereiche Verkehr, Lebensqualität und Gastronomie in einem Meinungsbeitrag.
Fragen zu Digitalisierung und Klima (5,57), etwa hinsichtlich des Engagements der Stadt in Sachen Klimaschutz oder die Netzabdeckung für Breitband verharren ebenso im unteren Mittelfeld wie Kultur und Freizeit (5,50).
Gastronomie und ÖPNV
Hier stehen die kulturelle Angebote im Fokus, aber auch die Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten. Auch der Bereich Senioren schneidet eher schlecht ab (5,43). Dabei ging es um die Frage, wie es sich im höheren Alter in Sulz lebt und ob es sich um eine seniorengerechte Stadt handele.
Mit vier von zehn Punkten werden nur noch der ÖPNV (4,91), also die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs sowie das vorhandene Radwegenetz und die Sulzer Gastronomie (4,89) bewertet.
Die gefühlte Sicherheit
Bei letzterem ging es um die Vielfalt des gastronomischen Angebots und die Qualität der Betriebe. Das Schlusslicht bildet der Immobilienmarkt.
Gemessen an der Gesamtbewertung ist Sulz mit einer Punktezahl von 5,78 auf Platz 18. Allerdings liegen die Bewertungen im gesamten Kreis Rottweil mit Hard (7,42) auf Platz eins und Dietingen (5,43) auf Platz 21 mit nur 1,99 Punkten relativ nahe beieinander.
Auf den ganzen Landkreis gesehen wird die Sicherheit („Wie sicher fühlen Sie sich in Ihrer Stadt?“) in Sulz am schlechtesten bewertet. Beim Immobilienmarkt nimmt die Salzsiederstadt kreisweit den zweitschlechtesten Platz ein.