Lebendiges Zentrum: das Grömbacher Rathaus und das Lindenforum mit Kindergarten sowie Veranstaltungs- und Sportstätte. Bürgermeister Daniel Wolber möchte die Angebote für Groß und Klein noch weiter ausbauen. Foto: Sannert

Beim Orts-Check des Schwarzwälder Boten ist die Gemeinde Grömbach im kreisweiten Ranking auf dem 13. Platz gelandet. In manchen Bereichen wurde schon viel getan, für andere gibt es bereits Pläne.

Die Gemeinde Grömbach hat beim Orts-Check des Schwarzwälder Boten nicht so gut abgeschnitten. Die Durchschnittsbewertung liegt mit 5,47 unter dem landkreisweiten Wert von 5,97. Für die Gemeinde an der Grenze zum Landkreis Calw bedeutet das nur den 13. Platz. Noch schlechter schnitten lediglich Alpirsbach, Bad Rippoldsau-Schapbach und Horb ab.

 

Für den Orts-Check hatte die Agentur Umfrageheld im Auftrag des Schwarzwälder Boten zu 14 Kategorien Fragen gestellt. Auf einer Skala von 1 bis 10 gab es für Grömbach beim Thema Verkehr (8,54) Höchstnoten und einen ersten Platz. In der Kategorie Immobilienmarkt (6,59) landete die Gemeinde auf dem zweiten Platz. Überdurchschnittlich wurden im kreisweiten Ranking auch die Kategorien Sauberkeit (7,73) und Digitalisierung/Energie/Klima (6,62), Lebensqualität (6,38), Familie und Kinder (6,21), Sicherheit (6,05) sowie Sport und Vereine (5,93) bewertet. In der Kategorie Senioren (5,54) gab es noch eine vergleichsweise gute Bewertung. Anders sieht es beim ÖPNV (4,27) und beim Thema Kultur (4,19) aus. Die Kategorien Gastronomie (3,85) und Einzelhandel (2,91) landeten auf den letzten Plätzen, mit der Gesundheitsversorgung (1,73) als Schlusslicht.

Eine Eingemeindung ist vorerst vom Tisch

Dass Einzelhandel und Gastronomie nahezu fehlen, kritisierten auch Teilnehmer der Umfrage in ihren Kommentaren. Andere äußerten den Wunsch nach einer besseren Anbindung an den ÖPNV und nach mehr Angeboten für Senioren.

Eine Person ging sogar so weit und schlug die Eingemeindung Grömbachs nach Pfalzgrafenweiler vor. Mit der Entscheidung des Gemeinderats für einen ehrenamtlichen Bürgermeister ist für Daniel Wolber die Eingemeindung vorerst vom Tisch, zumal viele Verwaltungstätigkeiten ohnehin von der Gemeindeverwaltung Pfalzgrafenweiler übernommen werden. Auch würde Grömbach dann seine Selbstständigkeit aufgeben und könnte nicht mehr entscheiden, wann welches Vorhaben umgesetzt wird.

Gemeinde ist schuldenfrei

Der Bürgermeister sieht Grömbach auf einem guten Weg, zumal die Gemeinde trotz großer Investitionen in die Digitalisierung, in Straßensanierungen und ein Neubaugebiet schuldenfrei ist.

Für ihn war klar, dass die Gemeinde bei den Themen Immobilienmarkt und Digitalisierung/Energie/Klima gut abschneiden würde. Schon vor Jahren seien auf dem Dach des Lindenforums eine Photovoltaikanlage installiert und der Vollausbau des Glasfasernetzes in Angriff genommen. Wolber hofft, dass Anfang 2024 endlich „Licht auf die Faser“ kommt.

Hoffen auf ÖPNV-Taxi

Ein sauberer Ort sei den Einwohnern wichtig, so Wolber, der beim Thema Sicherheit die zwei neuen Feuerwehrautos anführt. Für Kinder gibt es ein Sommerferienprogramm der Gemeinde und für Ältere regelmäßig Seniorennachmittage. Hier leisteten Vereine und Kirche schon gute Arbeit, weiß der Bürgermeister, räumt aber ein, dass das Angebot noch ausgebaut werden könnte. Beim Nahverkehr erhofft er sich eine Verbesserung durch das ÖPNV-Taxi, das auch zu Fahrten im Bereich Gesundheitsversorgung genutzt werden könne.

Wenig Chancen sieht Wolber bei der Ansiedlung von Einzelhandel und Gastronomie oder einer besseren Busverbindung. Die nicht optimale Anbindung rühre auch daher, dass Grömbach verwaltungsmäßig zu Pfalzgrafenweiler gehört, die Kinder aber Schulen in Altensteig besuchen. Immerhin gebe es jetzt mit dem Reiterstüble ein zusätzliches gastronomisches Angebot.