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Ortenaukreis Kehler Schule schließt wegen Masern

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Unabhängig vom Impfalter (mindestens neun Monate) und der Region beträgt die Effektivität einer Masern-Impfstoffdosis in Europa im Durchschnitt 91 Prozent, erklärt das Gesundheitsamt des Ortenaukreises. Foto: Wüstneck

Kehl - Von zwei Masernverdachtsfällen an einer Realschule und einem Gymnasium in Kehl hat das Labor einen bestätigt. Beide Schulen sind am heutigen Freitag geschlossen. Schüler ohne Immunität müssen auch nach der Fastnacht weiter pausieren.

Eine Schulschließung wegen Masern hat es in der Ortenau noch nicht gegeben, bestätigte die Pressestelle im Landratsamt auf Anfrage unserer Zeitung. Diese Maßnahme würde jetzt getroffen, um die Infektionskette zu unterbrechen. Pünktlich um 7 Uhr waren die Mitarbeiter des Gesundheitsamts am Donnerstag am Einstein-Gymnasium in Kehl erschienen, um die Impfpässe der Schüler einzusammeln. Auch die Nachweise von der Tulla-Realschule liegen jetzt im Landratsamt vor. Insgesamt überprüft das Amt jetzt 1300 Impfpässe, heißt es in der Pressemitteilung des Ortenaukreises. Sollte sich bei der Impfbuchkontrolle herausstellen, dass bei einzelnen Schülern keine Immunität vorliegt, dürften diese Kinder bis zum Ablauf der möglichen Inkubationszeit die Schule nicht betreten. "Insofern sind die anstehenden Fastnachtsferien aus epidemiologischer Sicht günstig, da die betroffenen Schüler nicht viel Unterricht verpassen", so Evelyn Bressau, Amtsleiterin des Gesundheitsamts. Wichtig sei jedoch, dass nicht-immune Schüler auch nicht an Veranstaltungen und Festen teilnehmen. Dies sei besonders während der Fastnachtszeit eine Herausforderung.

Da es am Einstein-Gymnasium im Gegensatz zur Tulla-Realschule bis jetzt noch keine Fastnachtferien gab, stellt die Schulschließung wegen Masern eine Premiere dar. "Das hat es noch nie gegeben", hieß es beim Gymnasium auf die entsprechende Nachfrage. Die Schüler hätten es mit Freude zur Kenntnis genommen.

Die betroffenen Familien wurden telefonisch unterrichtet. Das Gesundheitsamt appelliert an die Eltern und Kinder, bei der Unterbrechung der Infektionskette zu helfen. Auch weiterhin werden nichtgeimpfte Personen zur Vorsicht angehalten, da viele Menschen mit bereits ansteckenden Personen in Kontakt gekommen sind. Nichtgeimpfte Personen, die erste Symptome einer möglichen Masernerkrankung feststellen, sollen telefonisch Kontakt mit der Hausarztpraxis aufnehmen. Sie sollten nicht im Wartebereich sitzen, da die Krankheit sehr ansteckend ist. "Ist man nicht immun, liegt die Wahrscheinlichkeit an Masern zu erkranken bei fast 100 Prozent, wenn man mit diesen Viren in Kontakt kommt", erläutert die Amtsleiterin. Eine Masernvirusinfektion sei für Betroffene in jedem Fall eine ernst zu nehmende Erkrankung.

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