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Ortenaukreis Coronavirus: Landkreis bereitet sich auf "Tsunami" vor

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Im Ortenau-Klinikums gibt es gegenwärtig 100 Betten mit Beatmungsanlage. 20 weitere Plätze kann Mediclin zur Verfügung stellen. (Symbolbild) Foto: Hoppe

Ortenau - In keinem Kreis im Land sind bis jetzt mehr Menschen an Corona gestorben als in der Ortenau. "Die Frage ist aber, ob die Menschen mit oder an dem neuartigen Virus sterben", erklärt Gesundheitsamsleiterin Evelyn Bressau.

"Man sollte die Zahl der Corona-Todesfälle in der Ortenau nicht überinterpretieren", warnte am Donnerstag Bressau bei der Video-Konferenz zum aktuellen Stand der Epidemie im Ortenaukreis. Unter allen Landkreisen in Baden-Württemberg zählt die Ortenau mit 21 die meisten Corona-Todesfälle. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, also Todesfällen pro 100.000 Einwohnern, seien andere Kreise noch stärker betroffen. Zum einen sei die Zahl dadurch zu erklären, dass in der betagten Risikogruppe in der Ortenau besonders viele Corona-Tests bereits erfolgt sind, führte Bressau aus. Zum anderen litten alle zuvor positiv auf Corona getesteten Verstorbenen bereits unter weiteren Krankheiten, sodass die Zuschreibung "Corona" als ausschlaggebende Todesursache nie absolut eindeutig erfolgen könne.

Wie hoch ist der aktuelle Stand der Corona-Fälle?

Die Fallzahl der bestätigten Corona-Infizierten im Ortenaukreis erhöhte sich zum Donnerstag um weitere 82 Personen auf nun 483. Die bestätigten neuen Covid-19-Fälle stammen aus 29 Städten und Gemeinden des Ortenaukreises, erstmals gibt es nun auch in Lauf und Nordrach bestätigte Fälle, erklärt das Landratsamt.

Wo sind im Kreis Corona-Ambulanzen geplant?

In Offenburg, Lahr, Wolfach, Oberkirch und Achern nehmen die Ambulanzen für Patienten mit Fieber und unter Coronaverdacht am Montag, 6. April, ihren Betrieb auf. Auf das Virus getestet werden die Patienten dort aber nicht. Die Ambulanzen sind täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Wie viele Beatmungsplätze gibt es zurzeit im Kreis?

An den Standorten des Ortenau-Klinikums gibt es gegenwärtig 100 Betten mit Beatmungsanlage. Weitere 20 Plätze kann der Betreiber Mediclin zur Verfügung stellen, erklärte Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau-Klinikums. "Es werden noch weitere Beatmungsplätze eingerichtet. Wir bereiten uns zurzeit auf einen Tsunami vor", so Keller.

Gibt es jetzt hinreichend Schutzausrüstungen?

"Die Versorgung ist schwierig, weil überall um FFP-Schutzmasken, Schutzkittel und Handschuhe gekämpft wird", betonte Ordnungsdezernent Reinhard Kirr. "Wir sind mit anderen Städten gemeinsam unterwegs", freute er sich über den aktuellen Beschaffungserfolg der Stadt Offenburg, das direkt in China Material bestellt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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