Streudienste verbrauchen über 400 Millionen Tonnen Salz. Foto: sb-praktikant

18 Fahrzeuge und 50 Mitarbeiter am Wochenende in der Ortenau im Einsatz.

Ortenau - Vom Schmalspurfahrzeug über Lastwagen bis zum allradgetriebenen Unimog: Am vergangenen Winterwochenende waren alle 18 Streufahrzeuge der Straßenmeistereien des Ortenaukreises im Einsatz. Hinzu kamen weitere 18 Fahrzeuge privater Unternehmer., wie das Landratsamt Ortenaukreis mitteilt.

Rund 50 Mitarbeiter hätten sich darum gekümmert, die 1000 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sicher zu räumen. Dabei seien mehr als 400 Tonnen Streusalz verbraucht worden, so Straßenbauamtsleiter Roland Gäßler.

Üblicherweise beginnt bei Schneefall der Winterräumdienst gegen 4 Uhr nachts. "In der Nacht auf Sonntag starteten wir in den Straßenmeisterbezirken Achern und Offenburg aufgrund des Blitzeises bereits kurz nach Mitternacht. Die Eisbildung im Kreisgebiet hätte durch eine Sicherheitsstreuung nicht verhindert werden können", stellt Gäßler klar. "Bei Regen wird das Salz auf der Fahrbahn vom Niederschlag aufgelöst und abgespült. Innerhalb kürzester Zeit bildet sich Glatteis auf der dann salzfreien Fahrbahn."

Auf den Zu- und Abfahrten zur Schwarzwaldhochstraße mussten die Einsatzkräfte mehreren hängengebliebenen Fahrzeugen zur Hilfe kommen. Ein mit Fahrgästen besetzter Reisebus, der sich auf der B 28 am Kniebis befand, konnte seine Fahrt auf der vereisten Fahrbahn nicht fortsetzen.

Trotz Schneeketten durchbrach ein Unimog der Straßenmeisterei Achern die Schutzplanken. Ein Baum verhinderte einen tieferen Absturz. "Der Fahrer wurde nicht schwer verletzt", so Gäßler. Am Fahrzeug entstand 20 000 Euro Schaden. Keine besonderen Vorkommnisse gab es in den Bezirken Haslach und Lahr. Dort waren die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen morgens eisfrei.