Laut den Offenburger Umweltschützern garantieren nur wenige Lebensmittelmärkte, dass ihre Eigenmarken kein Fleisch enthalten, das von Hühnern stammt, die mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert worden sind. Foto: Christians

Umweltzentrum Ortenau warnt vor Stoffen in Geflügelfleisch und Eiern. "Muss noch nicht mal gekennzeichnet werden."

Ortenau - Das Umweltzentrum Ortenau warnt vor gentechnisch veränderten Stoffen in Geflügelfleisch und Eiern. "Gentechnik", so die Experten aus Offenburg, " findet bei tierischen Produkten über die Futtermittel einen Weg auf unseren Teller – und muss dann noch nicht mal gekennzeichnet werden."

Bei Geflügel sei das Angebot an Fleisch und Eiern aus gentechnikfreier Aufzucht bisher groß gewesen, denn vor 14 Jahren haben sich die großen Anbieter der Branche darauf geeinigt, keine gentechnisch veränderten Pflanzen zu verfüttern.

Das Aktionsbündnis "Gentechnikfreie Ortenau" macht darauf aufmerksam, dass einige Geflügelzüchter nach eigenen Angaben wieder Gen-Futter einsetzen. Die Entscheidung werde mit einem angeblichen Mangel an gentechnikfreier Ware begründet. Nach Angaben brasilianischer Sojaproduzenten gibt es jedoch dieses Jahr im Vergleich zur Vorsaison zehn Prozent mehr gentechnikfreies Soja.

Auf Anfragen von Umweltorganisationen beim Einzelhandel, wie mit der Ankündigung der Geflügelwirtschaft umgangen wird, garantierten laut Mitteilung des Umweltzentrums nur Rewe, Penny und Tegut, Gentechnik bei Eiern und Geflügelfleisch ihrer Eigenmarken auszuschließen.