Der CDU-Ortsverband Hausen im Wiesental hatte die Bürger zur Ortsbegehung durch Hausen eingeladen. Mit dabei war der CDU-Landtagskandidat Peter Schelshorn.
Allerdings fand sich außer den Vertretern des Ortsverbandes niemand ein, was teilweise auch eine Folge des kalten Winterwetters samt leichtem Schneefall war. So machten sich der Landtagskandidat Peter Schelshorn und die Gastgeber mit dem Bürgerbus auf den Weg zu den Örtlichkeiten von Hausen, die sich in einer greifbaren oder angedachten Entwicklungsphase befinden. Begleitet wurde der Kandidat durch Bürgermeister Philipp Lotter, die Vorsitzende des Ortsverbandes Melanie Brunner, die stellvertretende Vorsitzende Sabrina Stoffel und durch Schriftführerin Frauke Casafina.
Sprachheilschule
Zunächst wurde dem Kandidaten der Platz beim Schulhof gezeigt. Melanie Brunner wies auf die ehemaligen Hauptschule beim Schulhof hin, die durch die Sprachheilschule des Landkreises belegt ist. Die Räumlichkeiten wurde durch den Mieter teilweise renoviert , was sich für die Gemeinde als „Win-Win-Situation“ darstellte. Die Sprachheilschule wird nach Maulburg in einen noch zu errichtenden Neubau zwischen dem Hallenbad und der Alemannenhalle umziehen. Über den Zeitpunkt der Fertigstellung des Neubaus beziehungsweise des Umzuges der Schule nach Maulburg kann jedoch laut Melanie Brunner nur spekuliert werden. Es wird vom Zeitraum von 2027/2028 ausgegangen. Angedacht ist sodann der Umzug der Gemeindeverwaltung in die Räume der Sprachheilschule, da das derzeitige Rathaus seinerseits teilweise auch stark renovierungsbedürftig sei.
Entwicklungspotenzial
Brunner erläuterte ferner die Entwicklungsmöglichkeiten des südlich des Schulhofes gelegenen, derzeit etwas trist aussehenden Platzes vor dem Hebel-Pavillon. Hier wurde vor zwei Jahren ein Brunnen gesetzt, der in Hausen keinen Gefallen fand und im Volksmund „Viehtränke“ getauft wurde. Auf dem leerstehenden Platz sollen Fahrradabstellplätze geschaffen werden, auch mit Auflademöglichkeiten für E-Bikes. Das östlich des Schulhofes gelegene Gebiet „Baldersau“ soll als Wohngebiet entwickelt werden. Auch das nahegelegene „Sutter-Areal“ soll für Wohnbebauungszwecke veräußert werden.
Fahrt mit Hindernissen
Mit dem Bürgerbus ging es mit dem Landtagskandidaten weiter ins Gebiet „Hammerwerksbrücke“. Auf dem weitläufigen Platz überwintert derzeit der Zirkus Marvin Weisheit, der im Sommer auf dem Gelände des ehemaligen Brennet-Parks inmitten Hausen gastiert. Weiterhin befanden sich auf dem Platz einige parkende Campingfahrzeuge und Lkw-Anhänger. Bürgermeister Philipp Lotter erklärte, dass ein Teil des Areals mit rund 5000 Quadratmetern zwischenzeitlich vom Besitzer, der Firma Brennet, notariell erworben werden konnte. Der Kauf soll aus Haushaltsgründen mit 60 Prozent Förderung im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Die großräumige Fläche dient Hausen als Entwicklungsfläche für den Neubau der Feuerwehr, des Bauhofes mit Außenlager für den Katastrophenschutz samt Diesellager. Lotter sagte: „Wie die Beispiele aus Berlin zeigen, ist eine solche Bebauung auch dringend notwendig“. Insoweit sei die Ansiedlung des Bauhofes auch kein „Science-Fiction“. Denkbar sei, rein räumlich gesehen, auch die Ansiedlung eines Recyclinghofes. Auf dem Weg zur zweiten Entwicklungsfläche von Hausen, dem „Hasenheim“, streikte dann bei Minus-Temperaturen und Schneefall die ausfahrbare Treppe zum Bürgerbus, diese ließ sich nicht mehr einfahren. So musste vom Bus in Privatfahrzeuge umgestiegen werden.
Hasenheim
Bei der Ankunft beim „Hasenheim“ erklärte Melanie Brunner, dass die Gemeinde Hausen vor drei Jahren das Vereinsheim des aufgelösten Kleintierzüchtervereins aus Satzungsgründen „geerbt“ hatte. Dieses könnte sich für die Gemeinde durchaus als „Juwel“ erweisen, hat aber hohen Sanierungsbedarf. Alleine die anstehenden Elektroarbeiten würden auf rund 50 000 Euro veranschlagt. Angedacht ist der Umbau zu einem Veranstaltungsraum. Gegebenenfalls könne auch ein zusätzlicher Jugendraum in Erwägung gezogen werden. Das abgelegene Gebäude hat durch eventuelle Lärmbelästigungen keine Probleme zu erwarten. Ein Raum kann auch als Schutzraum für die Gruppe des Waldkindergartens hergerichtet werden, dessen Ansiedlung im „Hinterhof“ des Vereinsheims bei den Stallungen geplant ist.