Die Oberschopfheimer haben den Mehrgenerationenplatz an der Auberghalle am Samstag festlich seiner Bestimmung übergeben.
Die Gäste strahlten am Samstag mit den Mitwirkenden um die Wette und genossen einen Nachmittag in Gemeinschaft. Zur Unterhaltung spielten zudem die Musikanten Mirko Sunderer und Raffael Holzenthaler steirische Musik.
Auf dem Mehrgenerationenplatz war fast kein Platz mehr. Gut 300 Menschen sind zur Einweihung von Oberschopfheims öffentlichem Platz an der Auberghalle gekommen. Viel gab es zu feiern. Die Chorgemeinschaft traf mit einem Lied eine klare Aussage: „Das ist der Platz an der Sonne, wo alle Menschen sich verstehen.“
Für den Grundschulchor aus Oberschopfheim ist der Ort ohnehin der schönste und „liebenswerteste Platz im Firmament“. Aussagekräftig sind die Liedbeiträge an diesem Nachmittag auf jeden Fall. Unter der Leitung von Sofia Duffner schickten die Kinder eine gehaltvolle Botschaft reihum: „Liebe das Leben und das Leben liebt dich.“
Beim Line-Dance war mitmachen angesagt
Der Platz ließ rund um das Basketballfeld auch ausreichend Raum für eine Line-Dance-Aufführung unter der Leitung von Martina Ackermann. Vom Kleinkind bis zum Senior beteiligten sich Oberschopfheimer daran.
Auch hier wurde das Lied „Feel so good“ von Kamrad passend zur Stimmung gewählt. Das machte Laune und ließ auch ganz schnell die Kritik, die es durchaus auch zum Platz gegeben hatte, aus der Welt räumen.
Ortsvorsteher Michael Jäckle erklärte: „Ich wünsch mir noch viele solche Nachmittage wie heute, an denen man sich trifft, sei es an den Sportgeräten oder einfach zum Plausch. Dann dürften auch die Skeptiker überzeugt sein, die es anfangs zum Projekt gegeben hat.“ Für die kommenden Wochen haben sich die Senioren angekündigt, auch stellen sich die Gitarrenfreunde hier eine kleine Konzertsequenz vor.
Idee stammt aus einem Beteiligungsprojekt
C harlotte Schubnell, erste Bürgermeisterstellvertreterin, weiß um die starke Aussage des Platzes: „Hier ist Bewegung für alle, Stärkung des Zusammenlebens zwischen den Generationen und eine ideale Plattform für das reichhaltige Vereinsleben in Oberschopfheim erfahrbar.“ Entwickelt wurde der Platz aus einem Bürgerbeteiligungsprozess heraus, den die Gemeinde Friesenheim 2019 gestartet habe.
„Im Rahmen eines Gemeindeentwicklungskonzeptes wurden Handlungsfelder entwickelt, die den Bürgern wichtig waren. Die Idee eines Mehrgenerationenplatzes war geboren und hartnäckig verfolgt vom Ortschaftsrat. Das Projekt ist gelungen“, erklärt Schubnell.
Am Samstagnachmittag konnten sich die Besucher über eine Stempelkarte und die Beteiligung an einem Rundlauf an vier Stationen ein Getränk erarbeiten. Viele haben sich daran beteiligt und Enten geangelt, Basketbälle eingeworfen, Pingpong-Bälle in Behälter geworfen oder einen Eierlauf bewältigt. Alle Generationen hatten augenscheinlich ihre Freude.
Die Kosten
Die Gesamtkosten für den Mehrgenerationenplatz liegen bei 230 000 Euro. Davon wurden Fördermittel in Höhe von 153 000 Euro vom Programm Entwicklung Ländlicher Raum bewilligt. Für die Restsumme von 77 000 Euro gab es, trotz nicht einfacher Haushaltslage, vom Gemeinderat grünes Licht.