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Orkantief "Xynthia" flaut ab

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Umgestürzte Bäume Quelle: Unbekannt

Hamburg - Dem Orkantief "Xynthia" geht langsam die Puste aus. In der Nacht zum Montag meldeten die Polizeistationen nur noch kleinere Sturmschäden und keine Verletzten mehr. Auch der Verkehr auf der Straße, der Schiene und in der Luft normalisierte allmählich.

Während der Bahn-Fernverkehr weitestgehend seinen regulären Betrieb wieder aufnehmen konnte, kam es im Regionalverkehr noch zu Behinderungen, Ausfällen und Verspätungen. "Xynthia" hatte am Sonntag über Westeuropa gewütet, mindestens fünf Menschen kamen in Deutschland ums Leben, in Frankreich starben wenigstens 45. Es entstanden Millionenschäden. Mittlerweile haben überall die Aufräumarbeiten begonnen.

Nach dem kompletten Stillstand des Eisenbahnverkehrs in Nordrhein- Westfalen wegen des Orkantiefs "Xynthia" sind die Züge langsam wieder angerollt. Im Nahverkehr müsse vor allem in Nordrhein-Westfalen jedoch mit Verspätungen gerechnet werden. Einige wenige Strecken sind noch komplett gesperrt. Dort setzt die Deutsche Bahn zum Teil Ersatzbusse ein. Das betrifft die Strecke zwischen Grevenbroich und Mönchengladbach sowie den Verkehr zwischen Viersen und Venlo.

Unwetterwarnung nur noch für den Brocken

Obwohl der Deutsche Wetterdienst vor allem für Mitteldeutschland am späten Sonntagabend Unwetterwarnungen herausgab, blieben fast alle Regionen von enormen Sturmschäden verschont. Am Morgen warnte der Dienst nur noch für das Brockenplateau vor orkanartigen Böen, alle anderen Unwetterwarnungen sind aufgehoben.

Abgeknickte Bäume, abgedeckte Dachziegel, umstürzende Baugerüste, abgerissene Straßenschilder und Stromausfälle - obwohl das Orkantief in der Nacht deutlich an Kraft verlor, hatten die Einsatzkräfte in allen Teilen Deutschlands alle Hände voll zu tun. Noch in der Nacht befreiten Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk die Straßen und Schienen von herabgestürzten Ästen und Bäumen für den morgendlichen Berufsverkehr.

Orkantief zieht Schneise der Verwüstung durch Westeuropa

Das Orkantief "Xynthia" hatte am Sonntag eine Schneise der Verwüstung durch Westeuropa gezogen und mindestens 54 Menschen in den Tod gerissen. In Frankreich kamen 45 Menschen vor allem bei Überschwemmungen an der Atlantikküste ums Leben, wie das Innenministerium nach einer Krisensitzung am Sonntagabend mitteilte. In Deutschland starben mindestens fünf Menschen, meist durch umstürzende Bäume. Hier wüteten die bis zu 166 Kilometer schnellen Böen am heftigsten in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein- Westfalen.

Im südhessischen Biblis wurde ein Zweijähriger in einen Fluss geweht und konnte nur noch tot geborgen werden. Im Schwarzwald kam ein 74-jähriger Autofahrer ums Leben, bei Wiesbaden ein 69 Jahre alter Wanderer. In Nordrhein-Westfalen starben eine Joggerin und eine Autofahrerin.

EU will Sturmopfern helfen

Die Europäische Union ist zur Hilfe für die Opfer des schweren Sturms "Xynthia" bereit. Die EU-Kommission werde Hilfe für die am meisten betroffenen Länder prüfen, erklärte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Sonntagabend in Brüssel. Er bekundete seine Anteilnahme und seine Solidarität mit den Opfern.

(dpa)

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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