Die Kapitäne der Siegermannschaften. Foto: Morlok

Zum sechsten Mal hatte das MGG-Lauf-Team zu einem Friedenslauf eingeladen. Rund 400 zumeist Jugendliche machten mit.

Unter dem Motto „Power for peace“ begaben sich um die 400 Läuferinnen und Läufer aller Altersklassen auf die 1,1 Kilometer lange Rundstrecke, die vom Pausenhof des Martin-Gerbert-Gymnasiums am Neckar entlang vor bis zum Flößerwasen und von dort aus durch das Ihlinger Tor wieder zurück zu Start und Ziel führte.

Und die Teilnehmer rannten, walkten oder spazierten an diesem recht warmen Vormittag nicht nur aus Jux und Tollerei oder weil sie sich so freuten, dass jetzt zwei Wochen Pfingstferien anstehen gut zwei Stunden lang durch die Gegend, sondern sie taten es für einen guten Zweck.

Sponsoren bezahlen für gelaufene Kilometer

Für jede Runde, die sie nach dem Lauf auf ihrer persönlichen Stempelkarte gutgeschrieben bekamen, zahlte ihnen ihr persönlicher Sponsor einen vorher ausgemachten Geldbetrag, den sie nach den Ferien in die Schule mitbringen können. Und mit diesem erlaufenen Geld werden fünf Projekte unterstützt. Ein Teil der Spenden geht an die Schulgemeinschaft, ein anderer Teil an das Projekt „Drachenei“. Weiter unterstützen die Läufer durch ihren persönlichen Einsatz das Containerdorf in Horb, ein Mehrgenerationenhaus im Familienzentrum in Freudenstadt und das Deutsche Kinderhilfswerk.

Bunte Fangruppen mischen lautstark mit

Unterstützung bekamen die sportlich Aktiven nicht nur von ihren Fans und den Helferteams, die rund um die Strecke postiert waren, sondern auch von der AOK, den Apollo Mineralquellen, den Bäckereien Ziegler, Schott und Saur, von den Firmen dm, Globus, Kipp und dem Kaufland, sowie von den Banken VR-Bank Dornstetten-Horb, der Volksbank und der Kreissparkasse.

Im Epizentrum des Friedenslaufes, dem Schulhof des MGG, feuerte Ralf Heckner vom 15-köpfigen MGG-Lauf-Team jeden einzelnen Läufer, jedes Team, aber auch die mitlaufenden Kollegen und Eltern an, noch eine weitere Runde dranzuhängen. Deutschlands einst schnellste Schnauze, Dieter-Thomas Heck, war gegen den Lehrer sowas wie ein Langsam-Schwätzer, so hängte sich Heckner in seine Aufgabe rein.

Stimmung wie an einem Großereignis

Wenn er mal eine kurze Verschnaufpause machen musste, dann dröhnten treibende Bässe, und das Tuten der Vuvuzelas über den Pausenhof und verursachten einen Lärm, gegen den selbst die Freudenschreie der Siegerteams nur ein leises Säuseln war.

Wenn man nicht schon lange wüsste, dass Horb das Tor zum Schwarzwald ist und daher wirklich nicht in Südafrika liegt, hätte man bei der überbordenden Freude, die den ganzen Vormittag rund um das MGG herrschte, lässig annehmen können, man wäre zurück zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 gebeamt worden.

Dass alles glatt lief, dafür sorgten rund 230 Helferinnen und Helfer rund um das Event. Das Wetter war, ebenso wie die Stimmung, toll, die Ergebnisse können sich sehen lassen und man darf gespannt sein, wie viel Geld bei dieser besonderen Aktion zusammengekommen ist.

Sieger des Friedenslaufs

Siegerteams
Die Klasse 6b, die mit 25 Schülern antrat, konnte mit 216 gelaufenen Runden den ersten Preis in dieser Kategorie, knapp vor der 5b, die am Schluss 211 Runden auf dem Zettel hatten, für sich in Anspruch nehmen. In der Unterstufe lief Lisa Schäfer aus der 5a mit 13 Runden bei den Mädels auf den ersten Platz, ihr Mitschüler Hannes Haigis aus der 5b erhielt die Ehrung bei den Jungs für dieselbe Rundenzahl und die Familie Haigis durfte sich zudem über den Preis für die Ehrenläufer freuen. In der Mittelstufe teilten sich bei den Mädels den ersten Platz gleich sieben Schülerinnen, die alle 11 Runden liefen. Felix Weber überzeugte mit 15 Runden bei den Jungs und in der Oberstufe teilten sich den Platz bei den Ladys Lotte Sommerfeld und Zoe Raible mit jeweils 11 Runden und bei den Männern konnte Emilian Engelhardt stolz 15 Runden – also 16,5 Kilometer – präsentieren.

Kostümwettbewerb
Klarer Gewinner beim Kostümwettbewerb wurde das Team des Jugendreferates Horb, das als Fighter für den Frieden, mit Boxhandschuhen und der Friedenstaube auf dem Bademantel, mitlief.