Für die Eschbronner Meile hat sich ein Organisationsteam um Sandro Binnig (von links), Rainer Scheck, Jochen Auber, Thorsten Müller und Florian Schaumann gebildet. Foto: Herzog

Die Kreisstraße im Bereich „Haspel“ zwischen Locherhof und Mariazell verwandelt sich am Sonntag, 14. September, in eine Festmeile – die Eschbronner Meile.

Anlass sind die beiden Ortsjubiläen der Eschbronner Teilorte, die gemeinsam mit der ganzen Bürgerschaft gefeiert werden. Bei diesem „Bürgerfest der etwas besonderen Art“ sollen die Gäste selbst für die Bewirtung und die Unterhaltung sorgen. Der Schwarzwälder Bote hat beim Organisationsteam nachgefragt.

 

Was hat es mit der Eschbronner Meile auf sich?

Jochen Auber: Mariazell wird dieses Jahr 750 Jahre alt, Locherhof feiert 2026 sein 700-jähriges Bestehen. Wir wollten zu unseren Ortsjubiläen ein Fest schaffen, das anders ist. Gewöhnlich bauen bei ‚normalen‘ Festen die üblichen Verdächtigen auf, stehen dann übers ganze Fest hinterm Grill oder am Getränkeausschank. Wir wollen, dass genau diese engagierten Menschen in unserer Gemeinde die Gelegenheit haben, mitzufeiern. Es gibt daher keine klassische Bewirtung. Jeder bringt etwas mit und teilt es im Idealfall dann mit anderen – so wie bei einem großen Nachbarschaftsfest. Wir stellen uns eine bunte Mischung vor, bei der das gemeinsame Miteinander im Vordergrund steht“.

Welche Idee steckt hinter der Veranstaltung?

Rainer Scheck: Die Eschbronner Meile soll ein Symbol für das Zusammenwachsen unserer beiden Ortsteile Locherhof und Mariazell sein. Ausgangspunkt war unser neuer Gemeindeslogan ‚Aus zwei wird meins‘. Genau diesen Gedanken wollen wir erlebbar machen. Wir wollen nicht nebeneinander, sondern miteinander feiern und gestalten.

Wo wird dieses Fest stattfinden?

Thorsten Müller: Weil wir das Verbindende in den Mittelpunkt stellen wollen, feiern wir mittendrin zwischen Locherhof und Mariazell: auf der Kreisstraße. Dafür wird sie für den Verkehr gesperrt. Los geht’s nach dem so genannten Echle-Buckel. Von dort hoffen wir, dass sich die Festmeile weiter in Richtung Mariazell zieht.

Wann beginnt es und wie läuft der Festtag genau ab?

Florian Schaumann: Um 10 Uhr startet das Fest, um 10.30 Uhr feiern wir einen ökumenischen Gottesdienst. Danach entwickelt sich die Eschbronner Meile so, wie die Gäste sie gestalten: durch ihre Speisen, ihre Tische, ihre Stimmung. Für Kinder haben wir einige Attraktionen vorbereitet – mehr verrate ich noch nicht. Schön wäre es, wenn sich kleine Gruppen finden, die mit Musik oder kleinen Aktionen zur Unterhaltung beitragen. Eine Bühne gibt es nicht, die Künstler mischen sich einfach unter die Gäste.

Wie sieht es mit einer Bewirtung aus?

Sandro Binnig: Jeder sollte etwas mitbringen. Es wird einen gemeinsamen Buffet-Tisch geben, zu dem jeder etwas beitragen kann und an dem sich alle bedienen können. Wer in einer Gruppe kommt – etwa mit Freunden oder Jahrgängern – kann natürlich auch intern für ein buntes Menü sorgen. Außerdem gibt es ein Grundangebot an Getränken wie Bier, Wasser oder Apfelschorle. Wer etwas anderes bevorzugt, bringt es einfach mit. Wir werden Gasgrills aufstellen, die die Gäste nutzen können.

Gibt es Sitzgelegenheiten?

Florian Schaumann: Wir bitten die Besucher, Tische, Stühle oder Bänke mitzubringen. Für Gäste, die nicht in der Lage sind, einen Campingtisch oder ähnliches aufs Festgelände zu transportieren, halten wir ein begrenztes Kontingent an Tischen und Bänken bereit.

Der Festbetrieb findet im Freien statt. Was, wenn das Wetter nicht mitspielt?

Thorsten Müller: Dann verschieben wir das Fest einfach um eine Woche. Allerdings würde dann der ökumenische Gottesdienst nicht stattfinden können.

Klingt nach einem gewagten Experiment. Wird das funktionieren?

Sandro Binnig: Ganz ehrlich: Niemand von uns war je auf einem solchen Fest. Insofern besteht natürlich eine gewisse Unsicherheit. Aber wir Eschbronner sind bekannt für unsere Offenheit und Kreativität. Und wenn wir unseren neuen Slogan ernst nehmen, dann ist die Eschbronner Meile genau das richtige Fest, um diesen Anspruch mit Leben zu füllen.

Wer ist eingeladen?

Bürgermeister Franz Moser: Natürlich alle! Wir laden ausdrücklich alle Eschbronner ein, ebenso ehemalige Mitbürger und alle, die sich in unseren Vereinen, Einrichtungen und Gewerbebetrieben engagieren oder engagiert haben oder in sonst einer Weise mit unserer Gemeinde verbunden sind. Besonders schön wäre es, wenn Jahrgänge oder frühere Vereinskameraden die Gelegenheit nutzen, sich hier zu treffen.