Die beiden neuen Blitzer am Lahrer Autobahnzubringer haben bereits ordentlich Geld in die Stadtkassen gespült. Unsere Redaktion kennt die genauen Zahlen aus der ersten Woche.
Um Unfällen an einer neuralgischen Stelle vorzubeugen, hat die Stadt Lahr Mitte Oktober zwei Blitzersäulen am Autobahnzubringer kurz vor der Brücke installiert. Nun liegen erste Zahlen zu Temposündern an dieser Stelle vor.
„In der ersten Woche haben wir 350 Verstöße festgestellt“, heißt es auf Nachfrage unserer Redaktion aus dem Lahrer Rathaus. „Die überwiegende Mehrheit“, so die Stadt, komme mit einem Verwarnungsgeld von bis zu 40 Euro davon. Der Fahrer war also maximal 15 Stundenkilometer zu schnell unterwegs.
55 Mal jedoch war der Fahrer mehr als 16 Stundenkilometer zu schnell, erklärt die Stadt. Diese Temposünder werden mit einem Bußgeld von 60 Euro oder mehr belegt. Der höchste gemessene Wert lag laut Stadt nach Toleranzabzug bei 107 Kilometern pro Stunde. Der Fahrer war also 37 Stundenkilometer zu schnell, was ein Bußgeld von 200 Euro und einen Punkt im Fahreignungsregister zur Folge hat.
Fast dreimal so viele Verstöße wie an allen anderen Blitzern
Besonders auffällig: Unter den Autofahrern haben sich die neuen Blitzer offenbar noch nicht so sehr herumgesprochen. Die 350 Verstöße, die am Autobahnzubringer festgestellt wurden, sind fast dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum an allen anderen festinstallierten Blitzern im Stadtgebiet zusammen. Dort ist es laut Stadt innerhalb einer Woche zu 120 Verstößen bekommen.
Die Gebühr von monatlich 7000 Euro für die Messsäulen, die die Stadt von einer Fachfirma least, hat die Stadt mit den verzeichneten Verstößen rechnerisch schon in der ersten Woche wieder eingespielt. Dafür hätten bereits 350 Temposünder, die weniger als zehn Stundenkilometer zu schnell waren gereicht.
Wie sich die Zahlen in den kommenden Wochen entwickeln, wenn immer mehr Autofahrer aufmerksamer die Kreuzung mit der Dr.-Georg-Schaeffler-Straße am Autobahnzubringer passieren, wird sich zeigen. Klar ist jedoch, dass bald auch Rotsünder belangt werden. Die Funktion der Blitzer, Autofahrer zu überführen, die bei Rot die Kreuzung passieren, war bislang nicht freigeschaltet, so die Stadt.