Die Stadtkapelle Haslach begeisterte mit ihrem Motto „Lovestory“ ein großes Publikum in der Stadthalle. Foto: Buchta

Die Stadtkapelle Haslach begeisterte mit ihrem Jahreskonzert zum Motto „Lovestory – Liebespaare der Musik“ ein großes Publikum in der Stadthalle.

Mit „Lovestory – Liebespaare der Musik“ war das Jahreskonzert der Stadtkapelle überschrieben. Ein überaus verlockender Konzerttitel, der am Samstag eine gut besetzte Stadthalle bescherte. „Ein romantischer Titel“, wie Moderator Michael Schmider bestätigte: Er zeige die musikalische Vielfalt der Liebe in all ihren Facetten. Das Konzert begann erwartungsgemäß mit dem wohl berühmtesten Liebespaar der Weltgeschichte: Romeo und Julia.

 

William Shakespeare hat es literarisch verewigt, Peter Tschaikowski, der selbst die Tragik der Liebe durchmachte, hat ihm mit seiner symphonischen Dichtung ein musikalisches Denkmal gesetzt.

Ein schwieriges Stück gleich zu Beginn hatte sich Dirigent Alexander Weber vorgenommen – und es glückte den Musikern.

Anspruchsvoller Start mit Romeo und Julia

Der als Choral komponierte Beginn mit seinem Einsatz der Blechbläser war ausgesprochen dramatisch gestaltet. Ihm folgte die von den Holzbläsern einfühlsam gestaltete Liebesgeschichte und, in einem harten Schnitt, martialisch gestaltete Konflikte bis hin zum Tod, ausgedrückt in einem musikalischen Aufschrei. Das alles wurde vom Dirigent sehr expressiv und motivierend geleitet. Auch das harmonische Zusammenspiel des Orchesters, Ergebnis intensiver Proben, begeisterte. Entsprechend fiel der Beifall der begeisterten Zuhörer aus.

„Mouche et Elephant“ (Mücke und Elefant) von Henri Kling bescherte dem Publikum ein Duett der beiden Solisten Nicola Brudy (Piccoloflöte) als übermütiger Mücke und Benedikt Obert (Tuba) als geplagtem Elefant, beide im Hintergrund lautmalerisch getragen vom Orchester.

Die beiden gefeierten Solisten Nicola Brudy (Piccoloflöte) und Benedikt Obert (Tuba) Foto: Buchta

Einem weiteren großen Liebespaar der Weltgeschichte, das tragisch endete, widmete sich „Caesar und Kleopatra“ von Thierry Deleruyelle: Romantische Liebesgeschichte und dramatisch drohendes Unheil in aufregendem, fliegendem Wechsel. Äußerst geschickt changierend zwischen romantisch und kolossal sowie mit gewaltigem Applaus bedacht.

„Tony und Maria“ hieß das nächste Liebespaar aus der „West Side Story“ Leonard Bernsteins: Eine letztlich tragische Liebesgeschichte, musikalisch zu Herzen gehend gespielt. Mit „Josepha und Leopold“ aus Ralph Benatzkys „Im Weißen Rössl“ und dem WaltDisney-Liebespaar „Jasmin und Aladdin“ endete mit einem tiefen Griff in die HollywoodTraumfabrik das Konzert unter gewaltigem Applaus. Dafür gab es noch eine Slapstick-Zugabe aus „Tom und Jerry“ mit dem Einsatz von Megafonen und eine Filmvorführung über die Produktion des Haslacher Weihnachtsoratoriums durch die Stadtkapelle und einem Projektchor.

Konzertausklang

Die entsprechenden CDs wurden am Ausgang bereitgehalten. Und ganz zum Schluss des opulenten Konzertabends in der Stadthalle gab es als weitere Zugabe eine Kostprobe aus „Cinderella“ mit unverkennbar weihnachtlichen Klängen.